Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
140
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sanimlnna. Ferdinand »nd Jsabella ritten langsamvor, dein neuen Unterthan, der bisher ihr Nebenbuhlergewesen, entgegen, und als Boabdil absteigcn wollte,legte ihn, der spanische König die Hand auf die Schul-ter.Bruder und Fürst," sprach er,vergiß DeinenSchmerz, und möge unsere Freundschaft Dich fortanüber ein Unglück trösten, gegen das Du als Held undKönig angckäinpft hast den Menschen widerstehend,aber Gott Dich endlich unterwerfend-!"

Boabdil suchte den bitter» aber unbeabsichtigtenSpott dieser Artigkeit nicht zu erwiedcrn. Er beugtedas Haupt und blieb einen Augenblick stili; sofort nä-herten sich auf seinen Wink vier seiner Ofsizicrc, knie-ten vor Ferdinand nieder, und überreichten ihm aufeiner silberne:! Platte die Schlüssel der Stadt.

O König," begann jetzt Boabdil,empfange dieSchlüssel der letzten Feste, die den Waffen Spanienswiderstanden hat! Das Reich der Mnsslnianen ist zuEnde. Dir gehören Stadt und Volk Granadas: Dei-ner Tapferkeit erliegend, vertrauen sic auf DeineGnade."

Sic dürfen cS," crwiedcric Feuer;unsere Ver-sprechen sollen nicht gebrochen werden. Doch da wirdie Feinheit der mohrischen Ritter kennen, so mögendie Schlüssel Granadas nicht uns, sondern zarterenHänden übergeben werden."

Damit überreichte Ferdinand die Schlüssel Isa-bellen, die einige mildernde Schmeicheleien an Boabdil