Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
139
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zu enden, und hielt nicht an bis beinah ans Bogen-schuß,veile von der Armee. Nie hatte ei» Christcnhccreinen glänzender», stolzer» Anblick dargcbotcn. Soweit das Auge reichte, dehnten sich die schimmerndenReihen dieser tapfer» Schaarc» mit sonnestralcndcnSperren und blitzenden Fahnen ans, während ihnenzur Seite der silberne, lachende Tcmil murmelnd hin-tanztc, gleichgültig welcher Herr für ein kurzes Men-schenleben die Ufer besitze, die vom Anhauch seinerewigen Wellen blühten. Bei einer kleinen Moscheestand die Blüthc des Heeres. Umgeben von den Hoch-würdcträgcrn der mächtigen Geistlichkeit, von den Pairsund Prinzen eines Hofes, der mit den Noland'S einesKarls des Großen um den Preis strikt, erblicke mandie königliche Gestalt Ferdinands, Isabellen und dieedelsten Frauen Spaniens zu seiner Rechten, die mitihren heitern Farben und funkelnden, Geschmeiden denernster,. Glanz der bebuschten Helme nnd glatten Har-nische prachtvoll hcrvorbobe».

Unweit der königlichen Gruppe hielt Boabdil, suchtedurch Annahme einer ruhigen Miene seine Seele, soweit ihm möglich, zu verbergen nnd seinem lpär-lichcn Gefolge etwas voraus, aber in Haltung undHoheit kein König mehr, kam sofort Abdallahs Sohnbei seinem stolzen Ucbcrwindcr an.

Beim Anblick seines cdcln Antlitzes und goldenenHaares, seiner freundlichen, gewinnenden Schönheit,die durch seine Jugend noch rührender wurde, lief einSchauder mitleidsvoller Bewunderung durch die Vcr-

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