Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
138
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die Gefallen?» in noch stärkerem Grade, besitzen, em-pfand Boabdil den Stolz des Priesters, ohne sich da-gegen zu rächen.Geh, Christ," sprach er milde,die Thvre der Alhambra stehen offen, Allah hatden Palast und die Stadt Curcm König übergeben:mögen seine Tugenden die Fehler Boabdilö wiedergut machenOhne auf Antwort zu warten, ritt erweiter, und blickte weder zur Rechten noch zur ducken.Auch die Spanier setzten ihren Weg fort. Die Sonnewar in vollem Glanz über die Gebirge cmporgcstic-gen, als Granadas abzichendcr Herrscher von demGipfel des Hügels ans das ganze Heer der Spaniererblickte; zugleich drang, das Stampfen der Rosseund das Klirren der Waffen übcrtöncnd, deutlich derfeierliche Gesang des Tc Dcuncks herauf, welcherdem Flimmer der aufgcrolltcn, hochcrhobcncn Fahnenvorauswogtc. Boabdil, bisher immer noch schwei-gend, hörte die Seufzer und Klagerufe seiner Be-gleiter ; er wendete sich, und wollte sic trösten oderschelten; da sah er, wie von seinem Schloßthnrmherab, die Sonne rein und voll widcrstralcnd, Spa-niens Silbcrkreuz funkelte. Seine Alhambra warbereits in den Hände» der Feinde, nnd neben jenemWahrzeichen des heiligen Kriegs flatterte die lustige,prunkende Fahne St. Jagos, des geheiligten Kricgs-gottes der Spanier.

Bei diesem Anblick versagte dem König die Stimme;er ließ dem Berber die Zügel schießen, ungeduldig diequalvolle Förmlichkeit, die er noch zu bestehen hatte,