Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
129
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12 !)

Heer von zwanzigtaufend verzweifelten Menschen vicl-lcicht Granada gerettet und Spanien besaß'c heutenoch das einzige civilisirtc Reich, das der mohammc-danischc Glaube gegründet.

Aber Boabdils böser Stern übcrwog. Die Nach-richt von dem Aufruhr gelangte'zu ihm. Zwei alteMänner aus der untern Stadt eilte» in die Alhambra,verlangte» und erhielten Gehör, und was sic sagten,wirkte diesmal blitzcSschucll auf den König. Er sahin dem Wuthausbruch des Volks nur eine Recht-fertigung für Ferdinand, um die Bedingungen desVertrags zu brechen, die Stadt zu schleifen und dieBewohner zu vertilgen. Von einem edel» Mitleidmit seinen Ilntcrtyanen ergriffen, und eben so sehrvon dem Gefühl königlicher Ehre durchdrungen, ver-möge dessen er einen feierlich beschworenen Pakt ge-halten wissen wollte, bestieg er noch einmal seingelbwcißcs Roß, nahm die zwei Alten, di» ihn aus-gesucht, neben sich, und verließ, gefolgt von seinerLeibwache, die Alhambra. Ter Klang seiner Trom-peten, das Stampfen der Hufe, die Stimme seinerHerolde drangen zugleich in die Menge, und eh sicZeit hatte, sich für Gehen oder Bleiben zu entscheiden,befand sich der König mitten unter ihr.

Welcher Wahnsinn ist dies, mein Volk?" riefBoabdil, und sprengte in den Haufen.Wohin wollt ihr?"

Gegen die Chnstcn! gegen die Gothen!" halltentausend Stimmen.Führ uns ! Der Santo» ist vomTod erstanden und wird neben Dir reiten!"