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2 (1838)
Entstehung
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stickt war. Auf seinem männlichen Antlitz zeigte sichkeine Spur unziemlichen Hochmuths oder SicgcsjubclS;sondern etwas von jenem Mitleid, das tapfere Män-ner mit bezwungenen Feinden suhlen, dämpfte denGlanz seines gebietenden Auges und sänftigte die ge-wohnte Strenge seines kriegerischen Benehmens- Erund sein Gefolge näherten sich dem König mit tieferVerbeugung, worauf er dem ihn begleitenden Herold,dessen Gewand auf Brust und Nucken die WappenSpanien eingesteckt hatte, winkte, sich selbst seinesAuftrags zu entledigen.

An Boabdil," begann der Herold mit lauterStimme, die den ganzen Saal erfüllte, und die stummeVersammlung mit verschiedenen Gefühlen durchzuckte,an Boabdil cl Chico, König von Granada, scndcnFerdinand von Arrago» und Jkabella von Castilicnihren königlichen Gruß. Sic befehle» mir ihre Hoff-nung auszudrückcn, daß der Krieg endlich zu Ende scy,und bieten dem Könige von Granada solche Bedingun-gen der Ucbcrgabc, wie sic ein König annchmc» kann,ohne sich zu entehren. Im Austausch für diese Stadt,welche die allcrchristlichstcn Majestäten billigcrmaßcnmit ihrem eigene» Gebiet wieder vereinigen wollen,bieten sic, o König, Eurem Sccptcr fürstliche Besitzun-gen in den Alpurarras-Gcbirgcn als Lehn der spani-schen Krone. Dem Volk von Granada versprechen ihreallcrchristlichstcn Majestäten vollen Schutz des Eigen-thums, Lebens und Glaubens, unter sclbstgcwähltcnObrigkeiten, die cs nach seinen eigene» Gesetzen rcgic-