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Noch hatte sic sich von dem Gebet nicht erhoben,als ihre Einsaiu-kcit abermals dnrch den DominikanerTorgucmada unterbrochen ward.
Bei diesem seltsamen Menschen, dein Urheber vonGrausamkeiten, vor welchen die Natur znrückschaudcrt.liefen glcichwol einige Adern warmen, -arten Gefühlesdnrch den Marmor seines harten Charakters. Als ersich von dem reinen, angelegenen Eifer der jungenNenbckchrtcn zur Genüge überzeugt hatte, ließ er vonder rauhen Strenge, die er Anfangs gegen sic gezeigt,nach, und übte die ihm zu Gebot flehende Beredsam-keit in der Erhebung ihres Geistes, in der Beschwich-tigung ihrer Zweifel. Er betete für sic und beteteneben ihr mit Thränen und Inbrunst.
Lange verzog er diesmal bei der Novizin, und alser sic verließ, war sie, wenn nicht glücklich, mindestensberuhigt. Ihr wärmster.Wunsch blieb jetzt, daß dieZeit ihres Noviziats abgekürzt werden möge, das, aufihr Anliegen, die Kirche bereits nur noch dem Namennach von wirklicher Einkleidung unterschied. Sic sehntesich nach der Unmöglichkeit eines Widerrufs, nach demunvcrwciltcn Betreten des schmalen Pfades.
Die sanfte, bescheidene Frömmigkeit der Jungfraurührte die Schwcstcrschaft: sic wurde Allen theuer.Die Unterredung mit ihr war ein Ereigniß, das denTodcsschlaf jenes stagmrcndcn Lebens unterbrach. DieseThciluahme, diese Freundlichkeit der Nonnen gegensie, die von der Wiege an so wenig wie ihrem eigenenGeschlecht verkehrt hatte, trug mächtig zur Stillung