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und Sanftigung ihres GcmüthcS bei. Nachts aberführten ihr ihre Traume das dunkle, drohende Ant-litz ihres Vaters vor die Seele. Bald wars ihr, alsrisse er sic von de» Thoren des Himmels, bald sah sicihn neben sich am Altar kniccn »nd sic beschwören, demHeiland zu entsagen, vor dessen Bild am Kren; sickniete. Zuweilen streifte auch Mnsa durch ihre nächt-lichen Gesichte, — aber in minder furchtbarer Gestalt.Seine ruhigen, gramvollen Augen waren auf sic ge-richtet, und seine Stimme fragte: „Kannst Du einGclübte ablegcn, das die Erinnerung an mich zurSünde macht?"
So war den» die Nacht, die sonst den TrauerndenBalsam und Vergessenheit bringt, furchtbarer für Lcilaals der Tag. Ihre Gesundheit litt mehr und mehr,aber ihr Gcmüth blieb fest. In glücklicheren Zeitenund Verhältnissen würde die arme Ncnbckchrtc eingroßer Charakter geworden sch»; aber so bildete sicnur eines der unzähligen, der Welt unbekannten Opfer,deren Tugenden stille Beweggründe haben, derenKämpfe in einsamen Herzen Vorgehen.
Vom Prinzen hörte und sah man nichts mehr.Es gab Augenblicke, wo sic ans zweideutigen, dun-keln Winken schloß, der Dominikaner habe um DonJüans Verkleidung »nd Besuch gewußt. War demso, so schien dieses Wissen die Milde, beinah die Ver-ehrung, welche Torqncmada ihr bewies, nur zu ver-mehre». Gewiß blieb, daß von jenem Tage an daSBenehmen des Priesters gegen sic aus irgend einem