Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
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und lachend?» Wcingcländcn und all der schönen Ver-schwendung der Erde, welcher Du für immer entsagenwillst? Furchtest Du meine Liebe? Sind die selbst-quälerischen, leblosen Gestalten um Dich her für DeinAuge schöner, als die meinigc? Bezweifelst Du meineMacht, Dich zu beschützen? Ich sage Dir, die stol-zesten Edcln Spaniens würden^ sich um meine Fahnelchaarcn, wäre cs nöthig, Dich durch Waffengewalt zuschützen. Dennoch, sprich nur ein Wort scp dieMeine, und ich will mit Dir von hier wcgflichcn untereinen Himmel, wo die Kirche ihre tödlichen Wurzelnnicht geschlagen hat, und, der Krone und Sorgen ver-gessend , nur für Dich leben. O sprich!"

Fürst/' sprach Lcila ruhig, und suchte sich dienörhigc Kraft zu geben,ich fühle tiefe und aufrich-tige Dankbarkeit für die Theilnahmc, die Ihr ans-drückt- für die Zärtlichkeit, die 2hr mir gelobet.Aber Ihr täuschet Euch. Ich habe die Wahl, die ichgetroffen, reiflich überlegt. Ich bereue sic weder, nochbedauere ich sic geschweige, daß ich sic rückgängigmachen möchte. Die Erde, von der Ihr sprechet, vollLiebe und Segen für die Andern, hat keine Bande,keine Reize für mich. Ich wünsche blos Frieden, Ruheund einen baldigen Tod."

Wär's möglich," rief Inan »nd ward blaß,solltest Du einen Andern lieben? dann freilich, unddann nur würde meine Bewerbung fruchtlos scpn."

Die Wange der Novizin ward tief gcröthet, aberder Purpur wich schnell wieder. Sic flüsterte vor sich