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aber, zinn erstenmal in meinem Leben, fühl' ich, daßich liebe. Deine dunkeln Augen — Deine edleSchönheit — selbst Deine weibliche Strenge — habenmich bezaubert. Ich - nie sonst zuriickgewicscn, woich um eine Gunst warb, — kenne endlich an, daß einTriumph in der Besiegung eines WcibcrhcrzenS liegt.O Lcila! verstoße mich nicht! Du weißt nicht, welcheseltene und tiefe Liebe Du von Dir wirfst!"
Die Novizin war gerührt: die nunmehrige SpracheDon Juans war so verschieden von seiner früher»;die ernstliche Liebe, die aus seiner Stimme bebte, ausseinen Augen blickte, rührte an eine Saite in ihrerBrust; sie rief ihr die eigene unbesiegte, unbesiegbareLiebe zu dem verlorenen Musa ins Gcdachtniß. Denncs liegt in der Natur des Weibes, daß wenn sic liebt,sic eine aufrichtige Bewerbung eines Dritten zwar im-merhin zuriickwciscn mag, aber dieselbe nicht verachtenkann: sic fühlt im eigene» Herzen die Qual, die Jenerdulden muß, und ha!, durch eine Art Egoismus, Mit-lciden mit dem Widcrbild ihrer selbst. So war dennLcila gerührt — bis zu Thräncn gerührt, aber ihrEntschluß glcichwol nicht zu erschüttern.
„O Lcila," nahm der Prinz wieder das Wort, dieUrsache ihrer Rührung mißverstehend und de» Vor-thcil, de» er gewonnen zu haben glaubte, zu verfol-gen suchend, „sich jenen Sonncnstral, der sich durchdie Nipc Deiner Zelle kämpft: ist er nicht ein Boteaus der glücklichen Welt? redet er mir nicht dasWort? flüstert er Dir nicht von den grünen Feldern