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gekrönten Häupter Castilicns und Arragonicns nicdcr-beugen?"
Der Mönch fuhr bei dieser Frage mit einer hef-tigen, beinahe stolzen Bewegung halb in die Höhe,setzte sich jedoch wieder und nahm mit leiser, fast flü-sternder Stimme das Wort:
„Tochter, hör auf mich. Es ist wahr, daß Jsa-bella von Spanien (welche die Gnadcnmnttcr segnenwolle! denn mitleidig ist ihr geheimes Herz gegenJedermann, wenn auch nicht ihr äußerliches Verfahren)— cs ist wahr, daß Jsabclla von Spanien, besorgend,der Pfad zum Himmel möchte für Deine Fuße rauhergemacht werden, als von Nöthen ist," — fein leichterTon von Spott spielte durch die Stimme des Mönches,als er dies sprach) — „einen Bruder von überreden-der Zunge und sanftem Benehmen auslas, um Dichzu besuchen. Er hatte Briefe der Königin an dieAcbtissin zu übcrbringcn. So sanft indessen der Bru-der, war er doch ein Heuchler. Nein, hör mich ans!er verehrte gern die ausgehende Sonne, und hattenicht Lust, immer ein schlichter Mönch zu bleiben, wäh-rend die Kirche höhere Wurden aüszuthcilcn vermag.Im Christcnlagcr, Tochter, befand sich Jemand, dernach einer Kunde von Dir brannte, — den Dein Bildverfolgte — der, so streng Du gegen ihn warst, Dichmit einer Liebe liebte, von welcher er nichts gewußt,bis er Dich verloren hatte. Was zitterst Du, Toch-ter? Höre, höre mich! Zn diesem Liebenden, der vonhohem Range war, kam der Mönch; an diesen Lic-