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2 (1838)
Entstehung
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dicnstcrfahrcnc Armee, jede» Augenblick besorgend,vom Feind angcfallcn zu werden, versuchte, sichlneiner gewissen Ordnung anfzustcllcn, fuhr die Flammein ihrem Lauf fort, bis der ganze Himmel ein Licht-spicl darbot, dessen grellen, blendenden Glanz zu schil-dern selbst ein Dante unvermögend sepn dürfte. Helmeund Panzer glühte» wie in einem Schmelzofen, unddie bewaffneten Männer erschienen eher wie lcbcnähn-lichc, gespenstische Meteore, denn wie wirkliche Mcn-schcngcbildc. Die Stadt Granada ward ihnen durchdie mächtige Beleuchtung nahe gerückt, und als eineAbthcilung Reiterei anö dein Lager versprengte, demvermeintlichen Uebcrsall der Heiden entgegen, erblicktesie ans Mauern und Dächern die Moslems dicht ge-drängt mit glänzenden Sperren. Aber eben so erstaunt,als die Christen, und wie diese eine Kriegslist ver-machend, kamen jene nicht ans den Thoren. Unter-dessen wurde die Feuersbrunst, eben so schnell im Er-löschen wie im Beginnen, schwach und vereinzelt, unddie Nacht schien mit trauerndem Dunkel ans die Trüm-mer der seidenen Stadt znrückzusinken.

Ferdinand berief seinen Kricgsraih. Er hatte jetztdurchschaut, daß hier kein angelegter Plan der Mohrenvorwaltc. Die Erzählung Zsabcllcns, die er endlich faßte;die seltsame, fast wnndcrhaste Art, womit Almamcnseine Wache» umgangen und inö königliche Zelt Einganggefunden, hätte, während sic seine Besorgnisse vornatürlicher» Gefahren beschwichtigte, leicht seinen Aber-glauben anfrcgen dürfen, wäre ihr» nicht im Gedacht-