Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
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Thcurc Senhora," erwicdcrte das junge Mädchentraucrvoll,war' ich allein auf Erden, so ist derHimmel mein Zeuge, mit welch' tiefer und dankbarerSelbstcntäußcrung ich das heilige Gelübde thnn undder Vergangenheit abschwörcn würde; aber das Her;bleibt menschlich, so göttlich auch die Hoffnung scynmag, die cs nährt. Oft schrecke ich zusammen unddenke an meine Heimat, meine Kindheit, meinen räth-sclhaficn aber geliebten Vater, der verlassen und kin-derlos in hohem Alter dastchcn wird."

Du trägst nur die Schmerzen, Lcila," cntgog-nctc die ältere Senhora,welche die Bestimmung un-serer Natur sind. Was liegt daran, ob Abwesenheitoder Tod die Herzen trennt! Du klagst um einenVater, ich um einen Sohn, der in der Blüte der Ju-gend und Schönheit starb um einen Gatten, derin den Fesseln der Mohren schmachtet. Tröste Dichüber Deine Schmerzen durch den Gedanken, daßSchmerzen das Erbthcil Aller sind."

Ehe Lcila antworten konnte, wurden die Orangcu-zwcigc über ihnen weggczogcn, und zwischen den Frauenund der Fontäne stand hie dunkle Gestalt AlmameuS,des Israeliten. Lcila fuhr empor, stieß einen Schreiaus, und warf sich bewußtlos an seine Brust.

O Gott Israels!" rief Jener im Ton titfstcrQual,finde ich endlich wieder mein Kind und drück'cs an mein Herz? und soll cs bloß für diesen Augen-blick scyn, wo ich am Rand des Todes stehe? Lcila,mein Kind, schau empor! lächle auf Deinen Vater!