33
laß ihn an seiner wirren, brennenden Stirn den süßenOdem der Letzten seines Hauses fühlen, und ihn we-nigstens Einen heiligen und freundlichen Gedanken mitins dunkle Grab nehmen."
„Mein Vater! ist eS wirklich mein Vater?" fragteLcila, wieder zu sich kommend und etwas zurückbcu-gcnd, »m sich der bekannten Zuge zu vergewissern.„Ja Du bist's! Du bist's! — Welches scgcnvollc Ge-schick bringt unü zusammen?"
„Das Geschick, das mich jetzt ins Grab führt!"crwiedcrtc Almamcn ernst. „Horch! hörst Du nichtdas Geräusch ihrer dahcrstürzcndcn Rosse? — ihreungeduldigen Stimmen? Sic sind an mir!"
„Wer? Von Wein sprichst Du?"
„Meine Verfolger! — Die spanischen Reiter!"
„O Senhora, rettet ihn!" rief Lcila und wendetesich an Donna Jnez, welche, von Vater und Kindbisher vergesse», mit erstauntem, ängstlichem Blick aufAlmamcn schaute. „Wohin kan» er fliehen? DieSchloßgcwölbc können ihn berge»! Dorthin — schnell !"
„Halt!" cntgcgnetc Jnez zittcnd und nahe zu Al-mamcn tretend. „Sch' ich recht? erkenne ich unterdieser dunkeln Veränderung durch Jahre und Leidenjene stattliche Gestalt, die einst vor dem trauerndenAuge einer Mutter so mächtig gegen das welke, hin-finkcndc Bild ihres einzigen Kindes abstach? Bist Dunicht Der, welcher meinen Sohn von der Pest errettete,ihn an die Küste Neapels begleitete, und diesen Armen