Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
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! ruhte nur noch auf hölzernen Stützen, die, mit einerDoabdil bezeichnenden Menschlichkeit, angebracht wor-den waren, damit die Belagerten vor dem Zusammen-sturz ihres letzten Bollwerkes sich noch retten könnten.

Es war jetzt Mittag; die ganze maurische Machthatte, die Ebenen verlassend, den Abhang unterhalbdes Thurmcs in dichten Reihen und sprachloser Er-wartung besetzt. Die Mincngräbcr standen aufrecht,die Spanier lagen erschöpft und auögcstrcckt auf denAbsätzen des ThurmS, wie Schiffer, die nach jederAnstrengung gegen den Sturm, endlich, rcsignirt undfast gleichgültig, das Hcrcinflutcn der TodcSwoge er-warten.

Plötzlich wichen die Reihen der Mohren ausein-ander, und Doabdil selbst, Mnsa zu seiner Rechten,Almamcn zur Linken, näherte sich dem Fuße des Thur-mcs. Zugleich stellten sich die äthiopischen Leibwächter,jeder eine Fackel tragend, langsam hinter ihm auf,und mitten unter ihnen schritt der königliche Heroldund ließ die lc-tzte Warnung durch das Schlachthornertönen. Die Stille der ungeheuren Menschenmenge,der Schein der Fackeln, der die schwarzen Gesichter und, riesigen Gestalten ihrer Träger anglühtc, das ma-^ jcstätischc Anschn des Königs selbst, die HeldengestaltMusaS, das blosc Haupt und schimmernde BannerAlmamcns: Alles vereinte sich mit den Verhältnissendes Augenblicks, um dem Schauspiel etwas seltsam^ Schauderhaftes, vielleicht Erhabenes zu geben,i Qucxada sah stumm auf die gcspenstcrhaftcn Züge