Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
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dE die Augen von Blut unterlaufen, die Wangenhager und hohl, die Locken von plötzlichem Grciscnthumgebleicht, in der Halle des Thnrmes, wo die Wei-ber, halb todt vor Augst, versammelt waren.

Etwas zu essen," rief er,etwas zu essenund Wein! cs mag wol unser letztes Danketscpn!"

Seine Gattin schlang die Arme um ihn.Jetztnoch nicht!" sprach er,jetzt noch nicht; umarmenwollen wir »ns, eh wir von einander scheiden!"

Ist denn also keine Hoffnung?" fragte Jncz mitbleicher Wange, doch festem Auge.

Keine; falls nicht die nächste Morgcnsonnc dieSperre von Ferdinands Heer auf den Bergen dortdrüben vergoldet! Bis morgen können wir uns nochhalten." Mit diesen Worten schlang er hastig einigeBissen Speise hinab, leerte einen großen Decher WcinSund verließ das Gemach schnell wieder.

In diesem Augenblick vernahmen die Frauen deut-lich das laute Geschrei der Mohren, und Lcila, dieans Fenster getreten, sah etwas wie eine wandelndeMauer gegen sich Herkommen.

Bedeckt von sinnreichen Gerüsten aus Holz unddicken Häuten, nahten die Belagerer dem Fuße desThurmes, und waren so einigermaßen geschützt gegendie brennenden Ströme, die noch immer, rasch undzischend, von den Zinnen hcrabfloffcn, während ausdem Hintergrund ein Hagel von Pfeilen nnd Bolzenzum Schutz der unter dem Gerüste Befindliche» auf-