Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
16
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wie sich die ganze Macht und Pracht des BclagcrcrhccrcS,langsam aus ciuaudcr wand. Dicht, gedrängt, Reihehinter Reihe, Colonnc auf Colonnc, breiteten sic sichunten am Berge ans. Die Sonne funkelte in demprunkenden Zug, als er tosend daher wogte, gleichden Wellen der flimmernden Sec. Bald sah man diekönigliche Fahne über dem Zelt Boabdils wehen, underkannte den König selbst, auf seinem milchfarbenen,mit Goldstoff bedeckten Rosse, mitten unter dem Fnß-volk, das den Angriff zu eröffnen hatte.

Bete mit nnö, meine Tochter!" rief Znez undsiel auf die Kniee. Ach l für Wen konnte Lcilabeten?

Vier Tage und vier Nächte verflossen in fort-dauerndem Kampf, denn der eben im Voll-Licht be-findliche Mond ließ selbst während der Nacht keineRuhe zu. Ihre Menge und die Nähe Granadas gabden Stürmenden den Vortheil, sich fortwährend ablö-scn zu können, und Truppen folgten auf Truppen, sodaß, sobald eine Partie müde geworden, eine anderemit neuer Kraft nachrncktc.

Am fünften Tag befand sich das ganze Städtchenund die ganze Burg, mit Ausnahme der Landehut(eines ungeheuren Thnrmcs) in der Gewalt der Mos-lems. In diese letzte Vcrschanzung, die letzte Hoff-nung des tapfer» Vcrzweiflnngskampfcs, hatte der er-mattete, dürftige llcbcrrcst der Besatzung sich zurück-gezogen.

Qucrada erschien, mit Schweiß und Staub bc-