Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
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gewahr, wie er seine Handvoll Leute in den bestmög-lichen Vorthcil zu stellen suchte. Nach wenigen Mi-nuten gesellte sich Donna Ine; zu ihr, begleitet vonden übrigen Bewohnerinnen des Schlosses, die sichängstlich an ihre Gebieterin andrängtcn, aber nichtsdesto weniger darauf aus waren, die Leidenschaft ihresGeschlechtes durch einen verstohlenen Blick auf dasprachtvolle Gepränge des Maurcnhccrcs zu befriedigen.

Die Fenster in Lcilaö Zimmer eigneten sich beson-ders zu einer sichern und umfassenden Ucbersicht derfeindlichen Bewegungen; und mit klopfendem Herzenund gcrvthctcr Wange glaubte das jüdische Mädchen,taub gegen die Stimmen um sie her, bereits unter denReitern die edle Haltung und das weiße Gewand Mu-sa'ö Ben Abil Gasan zu unterscheiden.

In welcher Lage befand sic sich! Konnte sie, be-reits eine Christin, den Sieg der Ungläubigen wün-schen? Stets noch ein liebendes Weib, konnte sie dieBesiegung des Geliebten ersehnen? Doch die Zeit zurNcbcrlcgung war kurz; die Abthcilung der mährischenReiterei langte jetzt eben vor den Mauern des Städt-chens an, welches das Schloß umgab, und das lauteHorn der Herolde forderte die Besatzung zur Uebcr-gabe auf.

So lange noch ein Stein auf dem andern steht,nicht I" lautete Qucrcdas kurze Antwort, und zehnMinuten nachher rollte der Donner des Geschützesvon Mauer und Thurm über die Thäler hin.

Jetzt sahen die Frauen von Lcilas Zimmer aus.