für John wahrscheinlich genug. So unterblieb jede weitereNachforschung, obgleich eine geringe zur Entdeckung ver-holfen hätte — und der Genosse ihrer Verbrechen schnittihr die einzige Rettung, das Mitleid ihrer Verwandten ab,und die Pforte der lebenden Welt schloß sich hinter ihr aufewig. Doch mit einer Art Mitleid, oder als ein Gegen-stand zum Erperimenliren — als ein Ding, mit dem sichin diesem SectionSzimmer des Geistes alles anfangen lasse,gewährten ihr ihre Hüter immer noch ein Asyl. Aber mitjedem Jahre wurde sie mehr vernachlässigt und rauher be-handelt; und seltsam, während die Züge kaum noch erkenn-bar waren, während der Körper allen den Veränderungenunterlag, welche die Gestalt erleidet, sobald die Seele sieverlassen hat, blieb ihre wunderbare Lebenskraft unge-schwächt. Kein Anzeichen des Hinsiechens war zu ent-decken. Der Tod, als verschmähe er die Leiche, hielt sichunerbittlich fern. Auch Du, entgangen dem menschlichenGesetz, hast das Leben gerettet! Nicht für Dich gilt derSpruch : Blut für Blut! Du lebst — Du kannst die äußersteGrenze des menschlichen Lebens erreichen. Lebe fort, umden Kuß von Deiner Stirn, und das Blut von DeinemKleid zu wischen! — Lebe fort!
Nicht des gemeinen Zweckes wegen, nichtigen Schreckenhervorzurufen — nicht wegen der Nervenerschütterung unddes gröberen Interesses, welche die Darstellung des Ver-brechens erweckt, ist dieses Buch nach den dem Verfasser zurKenntniß gekommenen Thatsachen und Materialien verfaßtworden. Wenn der große deutsche Dichter in einem seiner