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Klecken auSzureiben. Dann bricht durch da« lange Schwei-gen ohne Ursache und Andeutung das schreckliche Lachen,bis der Körper, erschöpft von der Anstrengung, sinnlos zu-sammenstürzt. Aber verständige und zusammenhängendeRede vernimmt man selten von diesen Lippen.
Es kommen allerdings Zeiten, wo die Wärter über-zeugt find, daß ihr Verstand zum Theil wieder zurück-kehrt; und die Erfahrung hat ihnen gelehrt, die Krankealsdann mit erhöhter Sorgfalt zu bewachen. Die Krisisverräth sich durch eine Veränderung des Benehmen« —durch ein schnelles Auffassen aller Acußerungen — einenangstvoll gespannten Blick auf die nackten Wände — eineunterwürfige Folgsamkeit — durch leise Klagen über diedrückenden Ketten und zuweilen, aber selten, durch vernünf-tiger scheinende Bitten um mildere Behandlung und größer«Freiheit-
Jn der ersten Zeit ihrer Einkerkerung, als man vielleichtin der Anstalt glaubte, sie sey eine vornehme Kranke, derenFreunde sich um sie kümmern und ihre Heilung reichlichbelohnen würden, bewachte man sie in diesem Hause weni-ger streng und wendete die milderen Mittel bei ihr an.Aber mit einer List, welche die sprüchwörtlich gewordeneSchlauheit der Wahnsinnigen weit hinter sich ließ, wußtesie stets von der Milderung der Aufsicht den tödlichsten Ge-brauch zu machen. Sie kroch dann an das Bett einesschwächeren Kranken und das Geschrei, welches die Wärterin die Zelle rief, rettete das auserlesene Opfer kaum ausihren Händen. Es schien als ob in diesen halblichten