„Wie glücklich mich der Gedanke gemacht hat — Duhast mir aber Deine Nachricht nur so flüchtig mitgetheilt,daß ich gern mehr davon hören möchte. Aber ich fühle —meine Zeit ist gemessen. Wenigstens möchte ich meineTante noch einmal sehen, ehe ich sterbe — oder— kann dasnicht seyn — so sage ihr doch, daß ich, während meine Lippenihre Stirn küßten, für sie gebetet habe — es war am letztenAbend — am letzten Abend — ach, in der That der letzte."
„O sprich nicht so, Helene, Geliebte — sprich nicht so
— Dein Schmerz ist vorüber — Du wirst Dich wieder er-hole» — Du wirst leben!"
Der Arzt näherte sich ihm, hielt warnend den Fingerempor und flüsterte leise:
„Bezähmen Sie sich —sie muß ruhig gehalten werden."
John Ardworth blickte auf — sah Helenen an und —lächelte.
Der Arzt legte seine Hand auf Ardworths Schulter undgab ihm ein Zeichen sich zu entfernen. -
„Noch nicht — noch jetzt nicht," sagte Helene, „einWort noch —> und das unter vier Augen."
Der Doktor zog sich zögernd zum Fenster zurück.
„Cousin," flüsterte sie dann, während sich ein leichtesErröthen über ihr Antlitz stahl, das ihm den falschen Scheinvon Gesundheit und Jugendfrische gab — „Tröste Pcrcival
— Du bist stark, und weise — wache über ihn; vielleichtvereinigen wir uns in diesem Wachen."
Damit preßte sie seine Hand und, die Augen nach obengewendet, schmolzen ihre Gedanken in ein Gebet.