Druckschrift 
7 (1847)
Entstehung
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wurde, als der Diener eine, der, durch die sein Begleiterverschwunden war, gerade gegenüberliegende, Thür öffnete.

Die Lehnen ihres Stuhles mit beiden Händen gefaßt,die Augen ängstlich auf sein Antlitz geheftet, erwartete Lu-cretia Dalibard den willkommenen Gast.

So vorbereitet Walt,her aber auch auf eine Verände-rung in Lucretia's Zügen war, so erschrack er doch überdiesen fast geisterhaften Ausdruck, der, noch durch die in ihrstürmende Bewegung erhöht, auf ihnen lagerte. Er sankin den für ihn Lucretien gegenüber gestellten Stuhl, undsagte mit gewaltsamem Räuspern und unsicherer Stimme:Es schmerzt mich in der That, Madame, daß meinBesuch, der eigentlich nur Freude bringen sollte, in solch'unglückliche Zeit trifft. Lassen Sie mich wenigstens hoffen,daß der Diener den Zustand Ihrer Nichte übertrieben hat,und Ihnen in Ihren spätern Jahren zwei Stützen geblie-ben sind. Noch dazu Susannens, der armen Susanne, ein-ziges Kind!"

Sir," erwiederte mit hohler Stimme LucretiadieseAugenblicke sind kostbar. Sie werden sich mein Verlangen,Sie zu sprechen, denken können, wenn ich Sie in solcherZeit empfange. Sir Sir mein Sohn mein Sohn!"und ihre Augen wandten sich nach der ThürSie habeneinen^Vegleiter wartet er draußen? mein Sohn!"Madame schenken Sie mir nur wenige MinutenGehör, ich werde mich kurz fassen, und das, was zu andernZeiten eine lange Erzählung gäbe, in wenige Daten zu-sammendrängen."