Druckschrift 
7 (1847)
Entstehung
Seite
31
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Eben weil cr sic nie kannte, thal er ihr llnrccht. Einealle Gcschichic von ihrem Betragen als Mädchen vanihres OheimS Mißfallen war hat das jetzt zubedcutcn?"sagte Pereival, indem cr vvr einer Eröffnung znrückbcbtc,welche Helenen im Namen ihrer Verwandten verwundenkonnte.Inzwischen, Thencrste, wirst Du vorsichtig sehn wirst diese schwere Nebelluft vermeiden, ruhig zu Hansebleiben und Dich unterhalten, in süßen Zukunstgedankenschwärmen und daran denken, wie diese alten Hallen zu ver-schönern sind, wenn sie nno ihr unwürdiger Besitzer Deineigen seyn werden. Gott behüte Dich! Gott schütze Dich,Helene!"

Er stand auf, und mit jener treuen Ritterlichkeit derLiebe, die nur ehrerbietiger war, je nachsichtiger und unbe-kümmerter die Vormundschaft war, unter welcher seine He-lene stand, enthielt er sich selbst des NbschiedskuffeS, den sicgewährt hätte und nach dem er sich sehnte. Aber währendcr zögerte, bewegte ein unwiderstehlicher Antrieb HelenenSHerz. Mechanisch öffnete sie ihre Arme und ihr Haupt sankans seine Schulter. Schweigend blieben sie einige Augen-blicke in dieser Nmarmung und ein Engel konnte ohne Ta-del ihre reinen Herzen durch die Stille schlagen hören.

Endlich riß sich Percival selbst aus diesen Armen, dieihn widerstrebend ließen so wie der Ertrinkende auf grau-samer See daS einzige Brett läßt. Sie hörte seinen Trittdie Treppe hinabeileu und einen Augenblick später den Wa-gen durch den Hof rollen. Ein banges Gefühl, wie das deräußersten Verlassenheit, der ewigen Beraubung, machte sie