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Der Major schaute den Grafen mit großen, erstaun-ten Augen an, die zwar neugierig auf allen Theilen desGemaches umhcrlicfen, jedoch unabänderlich wieder zudessen Eigcnthümcr zurückkehrten.
„So ist eö . . . der liebe Abbö: „„der Major Ca-valcauti, ein würdiger Patricier aus Lucca, von den Ca-valcanti in Florenz abstammend,"" fuhr Monte Christolesend fort, ,,„im Besitze eines Vermögens von einer hal-ben Million Einkünfte.""
Monte Christo schlug die Augen vom Papier auf undverbeugte sich.
„Von einer halben Million," sagte er; „Teufel!mein lieber Herr Cavalcanti."
„Steht eine halbe Million?" fragte der Luckeser.
„Mit allen Buchstaben, und das muß so sein, derAbbö Busoni ist ein Mann, der sehr genau die großenVermögen in Europa kennt."
„Es mag sein mit der halben Million; doch aufmein Ehrenwort! ich glaubte nicht, daß es sich so hochbeliefe."
„Weil Sic einen Intendanten haben, der Sie be-stiehlt; was wollen Sic, mein lieber Herr Cavalcanti,man muß sich das gefallen lassen!"
„Und da sie mir hierüber Aufklärung gegeben haben,so werde ich den Burschen vor Pie Thüre werfen," sprachmit ernstem Tone der Luckeser.
Monte Christo fuhr fort:
„„Und dem nur Eines zu seinem Glücke fehlte.""
„O mein Gott! ja, nur Eines," sprach der Luckesermit einem Seufzer.
„„Einen angcbcteten Sohn wiederzufindcn.""
„Einen angcbcteten Sohn?"
„„Der in seiner Jugend entweder durch einen Feindseiner Familie, oder durch Zigeuner geraubt wurde.""
„Im Alter von fünf Jahren, mein Herr!" sagte derLuckeser mit einem tiefe» Seufzer und die Augen zumHimmel aufschlagend.
Der Graf v. Monte Christo. III. 16