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Erbärmlichkeit? Ich hatte sie bereits vergessen," sagteder Graf.
„Ja; aber das vergißt man nicht, mein Herr Graf,daß Sie am andern Tage meine arme Freundin, Fra»von Mllefort, aus der Gefahr errettet haben, der sie durcheben diese Pferde preiSgcgcben war."
„Auch diesmal, Madame, verdiene ich Ihren Danknicht; es war Ali, mein Nubier, der das Glück hatte,Frau von Mllefort diesen ausgezeichneten Dienst zuleisten."
„War es auch Ali, der meinen Sohn den Hän-den der römischen Banditen entriß?" sagte der Graf vonMorccrf.
„Stein, mein Herr Graf," sprach Monte Christo, dieHand drückend, die ihm der General reichte, „nein, dies-mal nehme ich den Dank für meine Rechnung an, aberSic haben mir diesen Dank bereits abgestattet, und ichhabe ihn bereits angenommen, und es beschämt mich inder That, daß ich sie noch so erkenntlich finde. Ich bitteSie, erweisen Sie mir die Ehre, Frau Baronin, michdem Fräulein, Ihrer Tochter, vorznstellen."
„Oh! Sie sind schon vorgcstellt, wenigstens demNamen nach, denn seit einigen Tagen sprechen wir nurvon Ihnen. Eugenie," fuhr die Baronin, sich gegenihre Tochter umwendend, fort, „der Herr Graf von MoiitcChristo."
Der Graf vrbeugte sich: Fräulein DanglarS machteeine leichte Bewegung mit dein Kopfe.
„Sie haben eine bewunderungswürdige Person beisich," sagte Engcnie; „ist es Ihre" Tochter?"
„Stein, mein Fräulein," erwlederte Monte Christo,erstaunt über diese außerordentliche Offenherzigkeit oderdiese merkwürdige Entschiedenheit; „es ist eine armeGriechin, deren Vormund ich bin."
„lind sie heißt?"
„Hayde," antwortete Monte Christo."
„Eine Griechin!" murmelte der Graf von Morcerf