i indessen im Einklang mit dem Kopfe, den wir zu beschrci-t den versucht haben. Es war, wie Chateau-Nenaud sagteDiana die Jägerin, nur mit etwas noch Festerem, nochMnskcligercm in ihrer Schönheit,t Was ihre Erziehung betrifft, wenn ihr darüberein Vorwurf zu machen war, so schien dieselbe, wiegewisse Punkte ihrer Physiognomie, einem andern Ge-schlecht! anzugchörcn. Sic sprach in der That mehercSprachen zeichnete sehr leicht, machte Verse und com-ponirte Musik; sie war besonders leidenschaftlich für dieseKunst eingenommen, die sie mit einer von ihren Freun-dinnen auS der Kostschule stndirte, mit einer jungenPerson ohne Vermögen, welche jedoch, wie man ver-sicherte, alle Anlagen hatte, uni eine vortreffliche Sän-gerin zn werden. Ein großer Componist hegte derSage nach für die letztere eine mehr als väterliche Thcil-' nähme, und ließ sie mit der Hoffnung arbeiten, siewürde eines Tags ein Vermögen in ihrer Stimmefinden.
i Die Möglichkeit, Fräulein Louise d'Armilly, so hiesidie junge Virtuosin, würde einst bei dem Theater cin-tretcn,, bewirkte, daß sich Fräulein Danglars, obgleichsie dieselbe bei sich empfing, nie öffentlich in ihrer Ge-sellschaft zeigte. Ohne indessen in dem Hanse des Ban-. guicr die unabhängige Stellung einer Freundin zu habe»,nahm Louise eine höhere Stellung ein, als die der gewöhn-lichen Lehrerinnen.
Einige Sekunden nach dem Eintritt von MadameDanglarS fiel der Vorhang, und in Folge der durch dieLänge der Zwischenakie den Zuschauer» gebotenen Gele-genheit, im Foyer spazieren zu gehen oder auf eine halbeI Stunde Besuche zu machen, entleerte sich das Orchesterbeinahe.
Morccrf und Chateau-Renaud gingen zuerst weg.Einen Augenblick glaubte Madame Danglars, Albertbeabsichtige bei seinem Eifer, ihr seine Complimentc zumachen, und sie neigte sich au das Ohr ihrer Tochter,