Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
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großen, herrlichen Küchengartcn führte. Da aber der ,Dämon der Speculation eine Linie, das heißt eine Straße Ian dem Ende dieses KüchengartcnS gezogen, nnd die ,Straße, ehe sie bestand, bereits durch eine gebräunteGlasplatte einen Namen erhalten hatte, so glaubte mandieses Stück als Bauplatz verkaufen und zu der großenArterie von Paris, genannt der Faubourg Saint-Honorü,beitragen zu können.

Doch der Mensch denkt und das Geld lenkt imPunkte der Speculation; die getaufte Straße starb in derWiege; der Erwerber des KüchengartcnS konnte, nachdemer ihn vollständig bezahlt hatte, nicht durch Wiederverkaufdie Summe, die er dafür haben wollte, erlangen und be-gnügte sich in Erwartung eines Stcigenö der Preise, waseines Tags nicht auSblciben kann, um ihn weit über seinefrüheren Berlnste und sein ruhendes Kapital zu entschädi-gen, er begnügte sich, sagen wir, diesen umfriedeten Raum Ian Gcmüsegärtncr gegen die Summe von fünfhundertFranken jährlich zu verpachten.

Das heißt sein Geld zn einem halben Procent an-lcgcn, was eben nicht sehr hoch ist in einer Zeit, wo esMenschen gibt, die es zu fünfzig unterbringcn und immer -noch finden, das Geld biete einen sehr armseligenErtrag.

Nichtsdestoweniger ist das Gitter, welches einst aufden Küchengarten ging, verurtheilt und der Rost zerfrißtseine Angeln; mehr noch: damit die schmutzigen Gemüse-gärtner nicht mit ihren gemeinen Blicke» das Innere desaristokratischen Eigenthums bestecken, hat man einen sechs !Fuß hohen Bretterverschlag an den Gittcrstangen angc- !bracht. Allerdings sind die Bretter nicht so gut zusam-mengefügt, daß man nicht könnte einen verstohlenen Blick >durch die Zwischenräume gleiten lassen; doch dieses HauS ^ist ei» strenges Haus und fürchtet sich nicht vor einerIndiskretion.

In diesem Küchengarten wachsen, statt des Kohls,