Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
155
Einzelbild herunterladen
 

155

WammS gegen eine» Oberrvck zu vertauschen im Begriffeist? Oh! man kennt Sie, glauben Sie mir, Sic warenangekündigt."

Sie scheinen mir hier eine glückliche Familie zuhaben, mein Herr," sagte der Graf seinen eigenen Ge-danken beantwortend.

Oh ja! dafür stehe ich Ihnen, Herr Graf; cs fehltihnen nichts zn ihrem Glücke, sie sind jung, sic sind hei-ter, sie lieben sich, und mit ihren fünf und zwanzig tausendFranken Rente bilden sie sich ein, sie besitzen den Neich-thum der Rothschilds."

Fünf und zwanzig tausend Franken Rente ist übrigenswenig," sprach Monte Christo mit einer Weichheit, welchein Marimilianö Herz drang, wie cs nur die Stimmeeines zärtlichen BaterS hätte thnn können;doch sie wer-den nicht hiebei stehen bleiben, unsere jungen Leute, siewerden ebenfalls Millionäre werden. Ihr Herr Schwagerist Advocat .... Arzt? . . . ."

Er war Kaufmann, mein Herr Graf, und hatte dasHaus meines armen Vaters übernommen. Herr Morrelstarb mit Hinterlassung eines Vermögens von fünf malhundert tausend Franken; ich bekam die eine Hälfte undmeine Schwester die andere, denn wir waren nur zweiKinder. Ihr Gatte, der sic ohne ei» anderes Erbgut,als seine Redlichkeit, seinen scharfen Verstand und seinenfleckenlosen Ruf geheirathct hatte, wollte eben so viel be-sitzen als seine Frau. Er arbeitete bis er zwei mal hun-dert und fünfzig tausend Franken zusammen gebracht hatte;hiezu genügten sechs Jahre. Ich schwöre Ihnen, HerrGraf, sic boten ein rührendes Schauspiel, diese zwei sofleißigen , so einigen Kinder ,. welche, durch ihre Fähig-keiten zum höchste» Vermögen bestimmt, dennoch nichtsan de» Gewohnheiten des väterlichen Hauses verändernwollten und sechs Jahre dazu verwendeten, »m das zuthnn, was Steuerer in zwei bis drei hätten thnn können;Marseille wiederhallt auch noch heute von LobeScrhebnn-