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Ihre Lage, obgleich ganz natürlich für eine Frauaus dem Orient, wäre vielleicht für eine Französin voneiner zu sehr gesuchten Coquetterie gewesen.
Ihr Anzug war der der epirotischen Frauen; sietrug nämlich Beinkleider von weißem, mit roscnfarbigeuBlumen brochirtem Maß, welche zwei Kinderfüßc ent-blößt ließen, von denen man hätte glauben sollen, siewären von parischem Marmor, hätte man sic nicht mitzwei kleinen, mit Gold und Perlen gestickten Sandalenmit aufwärts gebogenen Spitzen spielen sehen; eineblau und weiß gestreifte Jacke mit weiten, unten ge-schlitzten Acrmeln, mit silbernen Knopflöchern undKnöpfe» von Perlen; endlich eine Art von Leibchen,das durch seinen herzförmigen Schnitt den Hals undden ganzen obern Theil der Brust sehen ließ und unter-halb des Busens mit drei Diamantknöpfcn geschlossenwurde. Der untere Theil des Leibchens und der oberedes Beinkleides verschwanden unter einem von jenen Gür-teln mit den lebhaften Farben und den langen seidenenFransen, auf deren Besitz unsere eleganten Pariserinnenso stolz sind.
Auf dem Kopfe hatte sie ein mit Gold und Perlengesticktes, auf die Seite geneigtes Mützchen, und unterdem Mützchen ans der Seite, auf welche sich dasselbeherabneigte, trat eine schöne, natürliche, purpnrrothe Rose,vermischt mit Haaren, so schwarz, daß sie blau zu seinschienen, hervor.
Die Schönheit dieses Gesichtes war die griechischeSchönheit in der ganzen Bollendung ihres Typus, mitihren großen , schwarze» , sammctartigen Augen, mit ihrermarmornen Stirne, mit ihrer geraden Nase, ihren Ko-rallenlippen und ihren Perlzähnen.
Dann war über dieses reizende Ganze die Jugendmit all ihrem Schimmer, mit all ihrem Wohlgeruch auS-gebreitet; Hayde mochte kaum neunzehn bis zwanzigJahre alt sein.
Monte Christo rief der griechischen Kammerfrau und