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wo der Kutscher den Schlag öffnet, hebt er ans demWagen die Dame, welche sich mit einer Hand an einKissen anklammert, während sic mit der andern ihrenohnmächtigen Sohn an ihre Brust drückt. Monte Christotrug Beide in de» Salon und sprach, während er sie ansein Canapä nicderlegte:
„Haben Sie nicht bange, Madame, Sie sind ge-rettet."
Die Fran kam zu sich und bezeichnet«: ihren Sohnmit einem Blicke, beredter als alle Bitten.
Das Kind war in der That immer noch ohnmächtig.
„Ja, Madame, ich begreife," sagte der Graf, dasKind aufmerksam betrachtend ; „doch seien Sie unbesorgt,es ist ihm kein Unglück widerfahren, mir die Angst alleinhat diesen Kleinen in diesen Zustand versetzt."
„Oh, mein Herr," rief die Mutter, „sagen Sie mirdas nicht, nur um mich zu beruhigen? Sehen Sic, wiebleich er ist! Mein Sohn! mein Kind! mein Eduard!antworte doch Deiner Mutter! Ah! mein Herr, lassenSie einen Arzt rufen; mein Vermögen demjenigen, wel-cher mir meinen Sohn zurückgibt! "
Monte Christo machte mit der Hand eine Gebcrdc,um die in Thräncn zerfließende Mutter zu beruhigen,öffnete ein Kästchen, nahm daraus einen mit Gold ln-crustirten Flacon von böhmischem Kristall, welcher einenblutrothcn Saft enthielt, und ließ einen einzigen Tropfenauf die Lippen des Kindes fallen.
Obgleich immer noch bleich, schlug das Kind dochsogleich die Augen auf.
Bei diesem Anblick ward die Mutter beinahe wahn-sinnig vor Freude.
„Wo bin ich?" rief sie, „und wem verdanke ich soviel Glück nach einer so grausamen Prüfung?"
„Madame," antwortete Monte Christo, „Sie sindbei einem Manne, der sich äußerst glücklich fühlt, daßer Ihnen einen Kummer zu erspare» ii» Stande ge-wesen ist."