104
schcn Frau? Das HsuS auf de» Champs-Elysees istübrigens, wie ich erfahren habe, sein Eigcnthum und garnicht zn verachten. Doch ein unbcgränzter Credit," fügteDanglars auf seine gemeine Weise lachend bei, „das mußdie Ansprüche dcö Banqnicr, bei welchem ihm der Crediteröffnet wird, ungemein steigern. Es drängt mich daher,unfern Mann zu scheu. Ich halte mich für mystisicirt.Aber sic wipcn dort nicht, mit wem sie zu thuu haben;wer zuletzt lacht, lacht am Besten."
Nach Vollendung dieser Worte, die er mit einer seineNasenlöcher anfschwcllenden Emphase sprach, verließ derHerr Baron seine Gäste und ging in einen weiß und gol-denen Salon, welcher in der Chaussöe-d'Anlin großesAufsehen machte.
Er hatte Befehl gegeben, den Grafen hier einzufüh-ren, um ihn mit dem ersten Schlage zu blenden.
Monte Christo betrachtete ein paar Copien von Nlbanound Fattore, welche man bei dem Banqnicr für Origina-lien auSgegebcn hatte; obgleich Copien, stachen sie dochgewaltig gegen die vielfarbigen, von Gold durchzogenenChicoröeS ab, mit denen die Plafonds verziert waren.
Bei dem Geräusch, das Danglars bei seinem Ein-tritt machte, wandte sich der Graf um.
Danglars grüßte leicht mit dem Kopfe und bedeutetedem Grafen durch ein Zeichen, er möge sich in ein mitweißem, goldgesticktem Atlaß überzogenes Fauteuil vonvergoldetem Holze setzen.
Der Graf setzte sich.
„Ich habe die Ehre mit Herrn von Monte Christozu sprechen?"
„Und ich," erwiederte der Graf, „mit dem HerrnBaron von Danglars, Ritter der Ehrenlegion, Mitgliedder Kammer der Abgeordneten?"
') Eine Zimmcrdecoration, zuerst unter Ludwig xv. Mode.
D, Hebers.