Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
93
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tomc, es ist mir nie zu Ohren gekommen, die Todtenhätten in sechstausend Jahren so viel Böses gcthan, alsdie Lebenden an einem einzigen Tage. Kehren Sic alsozurück und schlafe» Sie im Friede». Ist Ihr Beichtiger!m letzten Augenblick minder nachsichtig, als derAbbö Busoni war, so lassen Sic mich kommen, wennich »och von dieser Welt bin, und ich werde Wortefinden, welche Ihre Seele sanft in der Minute eiuwie-gcn , wo sie bereit ist, sich auf den Weg zu begeben unddie große Reise zu machen, die man die Ewigkeitnennt."

Vcrtuccio verbeugte sich ehrfurchtsvoll vor dem Gra-fen und entfernte sich mit eiuem tiefen Seufzer.

Monte Christo blieb allein; er machte vier Schrittevorwärts und sprach dann leise:

Hier, bei dieser Platane ist das Grab, in welchesdas Kind gelegt wurde; dort die kleine Thüre, durch dieman in de» Garten trat; in jener Ecke die Geheimtreppe,welche nach dem Schlafzimmer führt. Ich glaube nicht,daß ich alles Dies aufzuschreibcn brauche, denn hier, vormeinen Auge», um mich her, zu meinen Füßen, findetsich der Plan in Relief, der lebendige Plan."

Nach eiuem letzten Gange durch den Garten kehrteder Graf zu seinem Wagen zurück. Bertuceio, der ihnträumerisch sah, stieg, ohne ein Wort zu sagen, auf denBock neben den Kutscher.

Der Wagen schlug wieder den Weg nach Paris ei».

Noch an demselben Abend, unmittelbar nach seinerAnkunft in dem Hause der Champs-Elysöes, besichtigteMonte Christo die ganze Wohnung, wie cS nur ein seitlangen Jahren damit vertrauter Mensch hätte thun kön-ne» ; nicht ein einziges Aral öffnete er, obgleich erallein ging, eine Thüre statt einer andern, wählte ereine Treppe oder eine Flur, die ihn nicht dahin führte,wohin er gehen wollte. Ali begleitete ihn bei diesernächtliche» Beschauung. Der Graf gab Bertuceio mehre