Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
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er hielt das Etui in der Hand, versicherte sich, daß derDiamant darin war; und besann sich einen Augenblick,in welche von seinen Taschen er ihn stecken sollte; dochohne Zweifel dachte er, die Tasche sei kein hinreichendsicheres Versteck, wickelte ihn in sein rotheS Sacktuch undband dieses nm den Hals."

Dann lief er »ach dem Schranke, ergriff seineBilletS nnd sein Geld, steckte die einen in seine Hosen-tasche, daö andere in seine Westentasche, nahm einpaar Hemden, stürzte auö der Thüre und verschwand inder Dunkelheit. Da wurde Alles klar und hell fürmich; ich machte mir das, was geschehen, zum Vor-wurf, als wäre ich selbst der wahre Schuldige. Eskam mir vor, als hörte ich ein Stöhnen! der unglück-liche Juwelier konnte nicht todt sein; vielleicht lag cS inmeiner Macht dadurch, daß ich ihm Hülfe leistete, eiltenTheil von dem Nebel wieder gut zu machen, das ich zwarnicht selbst gethan, wohl aber hatte Ihn,, lassen. Ichstemmte meine Schultern gegen die schlecht zusammengc-fügtcn Bretter, die den Schoppen, in welchen, ich michbefand, von der inneren Stube trennten. Die Brettergaben nach, und ich befand mich im Hause.

Ich ergriff den Leuchter nnd eilte nach der Treppe;ein Körper versperrte mir den Weg: cS war der Leichnamder Carconte.

Den Pistolenschuß, den ich gehört, hatte man aufsie abgcfenert; ihre Gurgel war von einer Seite zurandern durchbohrt, nnd außer ihrer doppelten Wunde,welche in Strömen stoß, spie sic das Blut durch denMund.

Sie war völlig todt.

Ich sprang über ihren Körper.

Das Zimmer bot den Anblick der furchtbarstenZerstörung. Alles Gcräthe war nmgcworfcn; die Bett-laken, an welche sich der unglückliche Juwelier ohneZweifel angcklammcrt hatte, lagen auf dem Boden; erselbst war auf der Erde ansgcstrcckt und schwamm