derS da sie eine» Mann znm Gegenstand hat, der Dirdas Leben rettete. Doch sprich, hat Ihn Dein Vatergut ausgenommen's Es ist von Belang, daß wir aufmehr als gutem Fuße mit dem Grafen stehen, Herr vonMorcerf ist zuweilen beschäftigt, seine Angelegenheitenmachen ihn sorgenvoll, und eö könnte sein, daß er, ohnezu wollen. .
„Mein Vater war, wie man cS nur immer wün-schen konnte; ich sage noch mehr, er schien geschmeicheltdurch ein paar sehr geschickte Komplimente, welche derGraf ebenso glücklich, als am geeigneten Orte eingleitenließ, als hätte er ihn seit dreißig Jahren gekannt. Jedervon diesen Lobpfcilen mußte meinen Vater kitzeln," fügteAlbert lachend bei, „sie trennten sich als die bestenFreunde der Welt, und Herr von Morcerf wollte ihn so-gar in die Kammer mitnchmen, um ihn seine Rede hörenzu lassen."
Die Gräfin antwortete nicht, sie war in eine sotiefe Träumerei versunken, daß sich ihre Augen allmäliggeschlossen hatten. Vor ihr stehend, betrachtete Sie derjunge Mann mit jener Sohncsliebe, welche zärtlicherund inniger bei den Kindern ist, deren Mütter noch schönund jung sind! als er sah, wie sich ihre Augen schlosse»,als er sie eine Minute lang in ihrer sanften Unbeweglich-keit athmcn hörte und sie entschlummert glaubte, entfernteer sich auf den Fußspitzen und öffnete behutsam die Thüredes Zimmers, in welchem er seine Mutter zurücklicß.
„Dieser Teufel von einem Menschen," murmelte er,den Kopf schüttelnd, „ich prophezeite ihm dort schon, erwürde in der Welt Aufsehen machen; ich ermesse dieWirkung seiner Person nach einem untrüglichen Thermo-meter ! meine Mutter hat ihn bemerkt, folglich muß erwohl merkwürdig sein."
Und er ging in seinen Stall hinab, nicht ohneeinen gewissen geheimen Aerger darüber, daß sich derGraf, ohne nur daran zu denken, ein Gespann er-