Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
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H und man konnte daher leicht wahrnehmcn, daß ihm nicht? nur jeder von diesen Namen bekannt, sondern daß auchjedes von diesen Talenten von ihm gewürdigt und stndirtworden war,

> Vom Salon ging man in das Schlafzimmer; eswar zugleich ein Muster von Eleganz und von strengem^ Geschmack; hier glänzte ein einziges, aber von Leopold? Robert unterzeichneteS Porträt in seinem mattgoldenenNahmen,

Dieses Porträt zog sogleich die Blicke des Grafenvon Monte Christo an, denn er machte drei rascheSchritte im Zimmer und blieb plötzlich vor demselbenstehen,

^ Es war das Porträt einer Fra» von fünf und zwanzigbis sechs nnd zwanzig Jahren, von brauner Gesichtsfarbe,mit feurigem, unter einem schmachtenden Angcnliedc ver-schleiertem Blicke; Sie trug die malerische Kleidung dercatalonischen Fischerinnen mit roth und schwarzen, Mie-M der und goldenen, durch die Haare gesteckten Nadeln; sieI schaute auf die See hinaus, und ihre hübsche Silhouettesi hob sich von dem doppelten Azur der Wellen nnd desi! Himmels ab.

b Es war düster im Zimmer, sonst hätte Albert dieI Leichenbläffe sehen können, die sich über die Wangen desI Grafen verbreitete, er hätte das Nervenzittern gewahrenf können, das seine Schultern und seine Brust bewegte.

, Nach einem kurzen Stillschweigen sprach der Grafvon Monte Christo mit vollkommen ruhiger Stimme:

Sic haben da eine schöne Geliebte, Vicomte, unddieses Costumc, ohne Zweifel ein Ballcostumc, steht ihrin der That zum Entzücken."

Ah! mein Herr," erwicderte Albert,das ist eine, Täuschung, die ich mir nicht vergeben würde, wenn Sieneben diesem Porträt ein anderes gesehen hätten.Sie kennen meine Mutter nicht, mein Herr; sic ist es,> die Sie in diesem Rahmen sehen; sie ließ sich vor achtJahren so malen. Diese Tracht ist der Phantasie ent-