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Die Sprachreinigung und ihre Gegner : eine Erwiderung auf die Angriffe von Gildemeister, Grimm, Rümelin und Delbrück ; Festschrift zur Begrüßung der 1. Hauptversammlung des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins in Dresden am 8. und 9. Oktober 1887
Entstehung
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Freiheitskriege folgte ein trüber, dumpfer Tag, die traurige Zeit des Rück-schrittes, der staatliche« Zerrissenheit und Ohnmacht. Aber was jene Männerdamals vergebens ersehnten, das kann, das wird hoffentlich unsere Zeit bringen.Deutschlands Stern ist in Hellem Glanze emporgestiegen; der Traum unsererZugendjahre ist zur Wirklichkeit geworden, das deutsche Reich ist wieder er-standen, hehrer und mächtiger denn je; der deutsche Geist liegt nicht inehr inden Fesseln Frankreichs, unser Volk sängt an, Stolz aus sein Volkstum zu em-pfinden. So dürfen wir wohl hoffen, daß auch unsere Muttersprache bald dieSpuren der alten Geistesknechtschaft abschütteln wird. Hocherfreuliche Anfängezur Besserung sind gemacht; aber noch ist viel zu thun. Der Aampf für dieTh re der Muttersprache wird nicht in raschem Siegeslauf aus blutiger Walstattentschieden, hier heißt es unermüdlich kämpfen, unablässig mahnen und warnen,anregen und belehren, strafen und spotten, bis der alte böse Feind der Aus-länderei und Fremdwörterei darniederliegt. Der Sprachverein hat diesen gutenAampf auf seine Fahne geschrieben; er wendet sich an alle Deutschen, welcheihre Muttersprache und ihr Volkstum lieben. Zeder unter uns, welches Standesund Alters er sei, Männer und Frauen, Zünglinge und Jungfrauen, alle, allesollen kampfesfreudig mit uns eintreten für die Rechte unserer allzulange ver-nachlässigten und gemißhandelten teuren Muttersprache; wer dies thut, der erfüllt trotz Delbrück und Rümelin eine nationale Pflicht.