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zu lassen, sondern womöglich ganze Geschwader davon dein andächtig bewun-dernden Leser vorzusühren. Wie in den Kanzleien, so wurden auch schon inden Studierstuben und vor dem Bücherschränke ganze Sätze geschrieben, die zur Hälfteoder zu zwei Dritteilen lateinisch sind, wo das Deutsche nur als schleppentragendeWagd die einzelnen Teile des Aufputzes demütig zusammenzuhaltcn hat." AlsBeispiel dieser Gclehrtensprache führe ich einen Satz aus dem Gutachten derTübinger Zuristen-Facultät über eine Geisterbeschwörnngssache vom Jahreptzö an (vergl. Wilh. bhollenbach, Vilder aus Thüringen I. >ch f.) Dort heißtes: — „indem noch nicht gewiß, ob angeregte äußerliche inuonias, vi>n6S8 sts.an erwehntem Zenner bey seinem Leben vorhanden gewesen, auch ub ntkestuoomutoso mortitsro solche Flecken und stio-mutu proptsr sireulutionsm sunAuinistnrbutnm entstehen mögen, wie denn dergl. be^ denen upoplsetisis und spllsptisir;in uZons morti8 sonstitutis insgemein geschichet, und die sxsrstio srusntu psrv8 und rslnxutio linouus u pnrul^si, impsäitu sirsulutions, und daß die Zungenicht schwartzbraun, sondern natürlicher Farbe anzusehen gewesen, vornehmlich da-her, daß dieses snbjsetuin nicht 8ut'ko6ntions und von Erstickung (!) gestorben,vielmehr vom eoinutoso ssä upoplsstiso utksstu kommen können, maßen diebeyden Personen in keinen: tuliu'ins sru88iors geblieben, sondern bloß als un-empfindlich und einschlaffend verschieden, so wohl die Erfahrung giebet, daßnicht allein der dick-Rauch der Kohlen, sondern auch 8ubtiles und u priori un-empfindliches ,nia8inu, 8ulpbur nursotisum genannt, ohne dergleichen dicken Raucheinen Ulenschen tödten und umbringen möge, gestalt es nicht sullosunäo,8kä 8piritu8 iuiimul68 intru ssrsbrum st psr usrvos unäulunts8 suppriinenäo,ti^snäo st sxstino-usnäo geschieht, dahero aus angeführten Umständen,daß Uleber von denen Kohlen, oder so genanntem 6u8 8ulpimri8 in einenelenden Zustand gesetzet, hingegen Geßner und Zenner gar dergestalt getödtetworden, geurtheilet werden mag —
Zn diesem Schriftstücke kommt auf .5 deutsche Wörter bereits t lateinisches.U)ie tief eingewurzelt diese schlechte Gewohnheit war, kann man aus deinDankschreiben, welches Valentin.Andreä nach seiner „Aceeptation" in derFruchtbringenden Gesellschaft äs äuto s6. December an die Gesellschaft
richtete (vergl. Zoh. Kelle, die Verwischung der deutschen Sprache, in der Zeit-schrift Nord und Süd ch82 S. 260): „Ich habe 8ulvu tlls8i Lu§u8t. sontsssionisjederzeit vitiliAinsm, ultsrsutionsin und puKnusitutsm ubllorrirct. Und hätte sogern mögen, ut omnss Zlnäii in vonisrs8 sxsolsnäo UAw äomini st sxssinäsnäoinssiisi lolio sonrsr8i kusrint. wonnt wir dan zu tuhn genug haben würden.— Das Wort UKide ist in Würbe sehr wohl verendert und reimet sich besseraus mich, c^ui non tum t's88U8, (iuuin krnsiäus st putris snm. Das 8)'inbolumstsi u tuvents iuäisio proksstum, nehme ich jedoch tmnsMm bonum omsn nntUnterthänigkeit gehorsain an. Gb mir ferner ansuchen von nöthen oder E. F. G.mich gnädigst vertreten wollen; dero pro sonsiliutors ich ohne das höchst okli-pjret, haben E. F. G. mir ferner gnädigst anzudeuten und haben in svsntnmich gleichwohl dieses wenige auf rutiüsution ausgesetzet."