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scheidung unhaltbar ist. Auf einer einzigen Spalte der ch. Seite zähle ich unteraO aufgeführten Wörtern — 22 Weltwörter im Sinne Rümelins. Schon inder Rede erklärt er S. ch, daß er von den sogenannten internationalen Aus-drücken eine wenn auch nicht große Aahl anfnehinen müsse, diejenigen, deren'Kenntnis wir auch bei dein Nichtsachmanne voraussetzen, wie die Rainen derWissenschaften n. a. Noch viel weiter geht er in Sein Vorworte zu dein Fremd-wörterverzcichnisse S. ff. kffer setzt er iiiit bewegten Worten auseinander,welche außerordentlichen Schwierigkeiten eine solche Zusammenstellung mache.Dem sdrincip irach könne es zwar nicht zweifelhaft sein, daß die internatio-nalen Ausdrücke von der Liste auszuschließen seien, gleichwohl erfordere dieseRegel verschiedene Ausnahmen. Jur Bildung gehöre nun einmal eine gewisseOrientierung über das Allgemeinste der wissenschaftlichen wie der technischenFächer; es gebe zahlreiche Ausdrücke, die nicht nur gleichmäßig in allen Wissen-schaften gebraucht würden, sondern auch — in die Umgangssprache und diepopulären Darstellungen ihren weg gefunden hätten, auf politischem, ökonomi-schem, socialein, technischem, ästhetischem Gebiete. „Solche Namen sind in derThat nicht mehr als fremde Wörter, sondern als Fremdwörter anzusehen, sieanszuschlicßen oder abgesondert zu behandeln, wäre mir als unpraktische
in stellt er denn eine solche Unter-
„Ls wurde nicht bloß auf die Abstammung gesehen, in welchem Fall die Fremd-wörterzahl eine weit größere geworden wäre, sondern auch ob ein Ausdrucknoch als Fremdwort gefühlt und behandelt, geschrieben und ausge-sprochen wird." Damit ist Rümelin schließlich selbst auf das gekommen, wasdie Sprachreiniger schon lange als die Hauptsache bei der Fremdwörtersragehingestellt haben. Ja, daraus allein kommt es an, ob ein Ausdruck noch alsFremdwort gefühlt wird. Ist dies nicht mehr der Fall, ist es „assimiliert,"wie Rümelin sagt, d. h. eingebürgert und deutsch geworden, dann ist cs keinFremdwort mehr, sondern ein Lehnwort. Die Lehnwörter sind aus der Waffedes fremden Gutes zuvörderst auszunehmen, bei der übrig bleibenden Anzahl hatman nicht mit Rümelin zu fragen, ob fremdes Wort oder Fremdwort, sondernob entbehrlich oder unentbehrlich. Rümelins Unterscheidung ist für dieganze Frage völlig bedeutungslos und sie ist, wie er sich selbst hat überzeugen müssen,nicht durchführbar. Die große Arbeit, die er sich gemacht hat, ist umsonst, weiler sich zu spät darüber klar geworden ist, worauf es bei der Fremdwörtersrageeigentlich ankommt.
Bon dem Standpunkte der Sprachreinigung können wir Rümelin nurdankbar sein: er hat durch seine „statistische Riethode" auch weitere Kreise daraufaufmerksam gemacht, welche gewaltige Waffe von Fremdwörtern in unsereSprache eingedrungen ist, er hat trotz seiner ausgesprochenen Vorliebe für Fremd-wörter die Berechtigung unseres Kampfes, wenn auch unter Einschränkungen,anerkannt, und er hat durch seinen mißglückten Versuch einer neuen Unterscheidungder Fremdwörter uns bewiesen, daß wir aus dem rechten Wege sind.
scheidung aus, die sich nicht -sirchführen läßt?
Noch weiter geht er aus S.