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2. Theil, Die Geschichte der Glasmalerei Bd. 1 (1898) Die Frühzeit bis zum Jahre 1400
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Zu Lisieux in St. Jacques Reste. In Coutances hat der Sage nachWilhelm der Eroberer zur Herstellung der Glasfenster beigesteuert; eineReihe von guten Arbeiten, u. a. auch Grisail, gehören dem 13. und14. Jahrhundert an.

Dol ‘). Das Fenster des geradlinigen Chorabschlusses, das sog.maitresse-vitre, enthält Glasgemälde des 13. Jahrhunderts, Vorgänge ausdem Leben und Leiden des Herrn, die Legende des h. Samson, Bischofvon Dol, und der h. Katharina; im Masswerk das jüngste Gericht.

Ein Fenster des 13. Jahrhunderts auf dem Mont St. Michel ist verschwunden.(Beschreibung bei Last. 192.) Nach Ottin S. 20 wurden kürzlich einige Fragmente des12. Jahrhunderts dort entdeckt.

Zu Seez in farbiger Verglasung eine Rose über einem Seiten-fenster (Last. Taf. X.), Grisaillen des 14. Jahrhunderts und grosseFiguren, in Grisail eingeschlossen. (Ottin IV. u. S. 37, Ornament; dieProphetengestalten bei King: Study Book of architecture, eine bei

Westlake II, 71.)

Chartres 2 ). Die ( 146 ) Fenster von Notre-Dame sind sowohlwegen ihrer Vollständigkeit als auch wegen ihres umfangreichen Inhaltsvon hervorragender Bedeutung. Einige Fenster entstammen nach allge-meiner Annahme dem alten Bau; sie sind jedenfalls bei dem Brandeder Kathedrale gerettet worden.

Durch vielfache Abbildungen bekannt ist das Jesse-Fenster, welchesvielleicht bei der Vollendung der Kathedrale 1145 bereits eingesetzt war.

Zwei Fenster der Westseite gehören dem 12. Jahrhundert an, ein-fache Medaillons mit Scenen aus der Lebens- und Leidensgeschichte 3 ).Die Bilder zeigen die Arbeit verschiedener Hände, einzelne Köpfe ver-rathen viel Ausdruck. Aus derselben Zeit stammt der obere Theil von»La Belle Verriere«, die Madonna mit dem Christuskind, die anbetendenEngel sowie die untern Griippchen mit Bildern der Hochzeit zu Kana

Robert, C., La grande verriere du 13. siede et autres vitraux anciens dela cath. de Idol. 8°. 29 p. et 2 chromolithogr. Rennes 1893. (Extr. des mem.de la soc. arch. d’Ille et Vilaine t. 22. 1S93.)

a ) Lassus, J. B. A., und A. Uuval, Monogr. de la cathedr. de Chartres,Paris 1867—81. ln dem Prachtwerk u. a. Abbildung des Vitrail de St. Georges, ausder Parabel vom verlorenen Sohn, mehrere Grisaillen und Einzelheiten; die GeschichteKarls des Grossen und St. Jakob’s. — Lasteyrie, a. a. O., S. 54—85. — Vergl.auch Gilbert, Descr. hist, de l’eglise de Notre-Dame de Chartres, 1824. In derBibliothek zu Chartres wird ein Manuskript aufbewahrt, welches dem Kanonikus Pintaroder Pintart zugeschrieben wurde. Dasselbe ist unvollständig und fehlerhaft. —Desct. de la cath. de Chartres par M. l’abbe B ulte au, 1850. — Mely, F. de,Etüde iconogr. sur les vitraux du XIII. siede de la cath. de Chartres (Revue de l’artchrdtien VI., 4. 1889).

3 ) Abb. bei Montfaucon, Mon. de la Mon. frang., T. II, pl. 14, fig. 3 u. 6,und in Les Mon. frang. inedits par Wille min.

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