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2. Theil, Die Geschichte der Glasmalerei Bd. 1 (1898) Die Frühzeit bis zum Jahre 1400
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genaue Schilderung der grossen Kreuzigung im Hauptfenster. Nach denUntersuchungen von Achille Deville im Archiv der Kathedrale war von1384—1386 ein Glasmaler Guillaume Canonce beschäftigt.

St. Ouen. Im Chor und in den Hochfenstern Einzelfiguren desalten und neuen Bundes, sowie kleine Gruppen aus der Mitte des14. |ahrhunderts. Oben und unten in den Fenstern Grisail, in derMitte hohe Baldachine in reicher Formen- und Farbenabwechselung',der Gesammteindruck ist glücklich. (Vergl. Skizzen bei Westl. II, 72;82 u. f.)

Moulineaux. Im mittlern Chorfenster der kleinen Kirche dieBildnisse des h. Ludwig, seiner Mutter und seiner Gemahlin. (Last.,Taf. XXIV.) In einem Nebenfenster gleichfalls eine Figur des 13. Jahr-hunderts, ausserdem zwei Figuren des 16. Jahrhunderts. (Vergl. auchLanglois a. a. O., S. XIV u. f.)

Ott in veröffentlicht auf Taf. IV ein bemerkenswerthes Architektur-Fragment des 14. Jahrhunderts aus Les Andelys.

Evreux ‘). In den zahlreichen Glasgemälden der Kathedrale sindverschiedene Epochen vertreten. In den Chorkapellen einige Tafelnaus dem Ende des 13. Jahrhunderts (nach Last, aus der Zeit von1263 — 126g); ein Fenster aus dem Jahre 1294. Auch einige Grisaillendürften in das 13. Jahrhundert hinaufreichen.

Die übrigen Ebenster sind in den verschiedenen Zeiten des 14. Jahr-hunderts entstanden; sie enthalten hauptsächlich Standfiguren, kleineGriippchen und Stifterbildnisse; ein Fenster aus dem Jahre 1400. DieKirche besitzt ferner Arbeiten des 16. und vereinzelte Tafeln des17. Jahrhunderts.

Der Tempelherr Richard d'Harcourt erbaute 1150 die Abtei St. Jean deReneville, vielleicht waren die heute verschwundenen Fenster eine fromme Stiftungdes edlen Ritters.

Mantes. Hier befinden sich ornamentale, architektonische undfigürliche Tafeln des 13. und 14. Jahrhunderts. Westlake gibt dieflüchtige Skizze einer Rose (I, 65) sowie Einzelheiten und Grisailmuster(II, 80 und 106).

Ottin erwähnt Reste des 12. Jahrhunderts in St. Pierre zu Dreux(S. 19).

Zu Varennes (Seine et Oise) soll die Kirche den obern Theil eines Stamm-baumes Jesse, ein Werk des 12. Jahrhunderts, bewahrt haben.

In der Normandie und in der Bretagne ist nur wenig erhalten.

J ) Vergl. Last. Tafel XXXV, XXXV 11 I. L. Westl. TI, 66—81. Dort aussermehrern Skizzen genaue Aufzeichnung der Chorfenster. — Vergl. auch Vitraux duchoeur de Ia cathedr. d’Evreux. 4 0 . 34 p. et 13 pl. Evreux a la soc. des amis

des arts du d£p. de l’Eure. Paris 1S93. — Description de la cath. d’Evreux, 186S.

Oidtmann, Glasmalerei II.

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