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2. Theil, Die Geschichte der Glasmalerei Bd. 1 (1898) Die Frühzeit bis zum Jahre 1400
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St. Quentin. In der Kapelle Notre-Dame Legenden-Medaillons;Scenen aus dem Martyrium des heil. Stephanus und andere Arbeiten desbeginnenden 13. Jahrhunderts, einiges angeblich noch aus dem 12. lnden Hochfenstern des Chors grosse Heiligen- und Apostelfiguren des13. bezw. des 14. Jahrhunderts; die Rosen des ersten Transsepts ent-halten Mosaiken des 14. Jahrhunderts; in diesen nur wenig Figürliches.Hübsche Bordüren und Medaillonumrahmungen; Zeichnung und Farben-gebung erinnern an St. Kunibert zu Köln. Flüchtige Skizze eines Fenstersbei Westlake 1 , 35. Die übrigen Fenster sind spätem Ursprungs.

In der Chapelle de la Ste. Vierge der alten Kathedrale zu Noyon ')ist die Legende des h. Pantaleon aus dem 13 Jahrhundert erhalten;ferner im Schiff der Kirche zwei Engel auf Grisail-Grund.

Soissons. Von den ehemals bedeutenden Glasmalereien sind blossReste erhalten. Für die Kathedrale stiftete Bischof Haymard (um 1212)30 livres für zwei Glasfenster; andere wurden gleichfalls im erstenViertel des 13. Jahrhunderts geschenkt. (Last. 156). Einige Reste inden Kapellen könnten aus jener Zeit herrühren. Im Chor Tafeln mitgrossen Figuren und Medaillonbildern, unter diesen die Geschichte Adamsund Evas. Die Nordrose (Last. Taf. XXV) enthält in der Mitte dieJungfrau mit dem Kinde; zwölf Medaillons mit Darstellungen aus derKindheit Jesu umgeben das Mittelbild. In der Westrose nur Reste.Auf Tafel XXVI bringt Lasteyrie eine Rosette der Schiftfenster. DieLangbahnen sind ihrer alten Glasmalereien beraubt. Die Ansicht Lacroix,dass ein Theil der Fenster aus Braine stamme, wird von Lasteyrie nichtgetheilt. Philippe Blanquart de Soissons machte 1398 ein grossesGlasgemälde mit dem Bildniss des Herzogs von Orleans; ausserdemnoch mehrere andere. Vgl. Levy et Capr. II, S. 186.

liraine-le-Coinlc. 1155 wurden die Fenster der Prämonstratenserabtciangefertigt. Bin Chorfensler hinter dem Hochaltar zeigte die Bildnisse, des GrafenRobert von Dreux und seiner Gemahlin Agnes von Vaudemont (liautemont), wie l.eVieil sich noch durch die Beischriften Robertus Comes et Agnes Comitissa überzeugenkonnte. Agnes, die Nichte des Stifters der Abtei (vergl. Lasteyrie 41 ), hatte dasFenster laut dem Index coenobiorum ord. Iraem. von ihrer Verwandten, der KöniginLleonora von England, der Gemahlin lleinrichs II., zum Geschenk erhalten.

Laon * 2 ). In der Kathedrale gut erhaltene Glasmalereien des13. Jahrhunderts. In einer Rose des Chors Maria zwischen Johannesund Isaias, umgeben von Aposteln und zwölf Aeltesten (Skizze beiWestlake 65). Drei Legendenfenster, zwei mit der Geschichte der

*) Müller, E., Le vitrail de St. Pantaleon ä la calh. de Noyon. (Revuede lart chretien t. XIV, liv. 2/1SS1.Vitet, I-, Monogr. de leglise Notre-Damede Noyon, 23 pl.

2 ) Elorival, A. de, et Midoux, Les vitraux de la cathedr. de Laon,16 pl., Paris 1882.

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