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2. Theil, Die Geschichte der Glasmalerei Bd. 1 (1898) Die Frühzeit bis zum Jahre 1400
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lichkeiten verwechselt*). In Wirklichkeit stammen diese Arbeiten, welchenach der Niederlegung des Domes im Jahre 1820 in der nördlichenVorhalle aufbewahrt wurden, aus dem Jahre 1512.

Desgleichen stammen zwei mit der Jahreszahl 1101 versehene Scheiben aus derAbtei Maria-Gnaden im Osnabrückschen, wie dies eine weitere Datirung ,,Reno-vatum 1640 ausdrücklich angibt, aus letzterm Jahre. Dasselbe gilt von einer inBeckum aufgefundenen Wappenscheibe mit der Inschrift: Widikindus nobilis Comesde Swalenberg Campi Mariani Fundator Anno 1185.

Mit der Jahreszahl 1140 bezeichnete Glasstücke fand man 1696beim Abbruch der Egidienkirche zu Nürnberg; dieser von KaiserKonrad errichtete Bau scheint demnach auch mit Glasmalereien geschmücktgewesen zu sein.

Als noch bestehend gelten vielfach die um die Mitte des 13. Jahr-hunderts angefertigten, heute verschwundenen Fenster des FrauenklostersB i de r sh e im "), welches Markgraf Rudolph 1 . von Baden erbaute undausschmückte.

Die alten Glasgemälde aus dem Jahre 1273 im Dom zu Münsterin Westfalen) von den bilderstürmenden Wiedertäufern im Jahre 1533vernichtet 1 2 3 ), werden nichtsdestoweniger von einigen aufgeführt.

In Fenstern des Münsters zu Essen befanden sich die Bildnissedes Königs Rudolph von Habsburg und der Aebtissin Mathilde.

In einem im Essener Stadtarchiv auf bewahrten Katalog heisst es : Nota de 37numero Abbatissa, nomine Mathildis de Hardenberg: reperiuntur in fenestra vitrea postAltäre R. Kiliani et sociorum sequentia:

Mathildis (Mechtildis), Abbatissa hujus Conventus, olim inater pia.

Janua patet; quae paratae sunt, intrent. Servile Domino in timore. Mathildis (Mech-tildis) de Hardenbergk.

In proxima fenestra reperiuntur hi versus sequentes circa aquilam siinplicemantiquo Charactere scripti:

1 ) Die Inschriften lauten:

Conradus primus imp. fundavit hanc ecclesiam in arce Hercynia, anno Chri.916 in honorem Dei et S. Matthiae. Henricus 3. imp. transtulit in hunc locum annochri. 1040 in honorem dei et sanctorum Simonis et Judae.

Fridericus primus imp. dotavit privilegiis, et exemtione anno Chri. 1188.Vergl. Kunstdenkmäler und Alterthümer im Hannoverschen, dargestellt von II. Wilh.II. Mithoff III, B. S. 46.

2 ) Schöpflin, Ilistoria Zaringo-Badensis. T. II, S. 4. Fenestrae aedificiocoetaneae adeoque quingentorum annorum sunt Opera. 1764. Das dort übrigens sehrschlecht abgebildete Fenster theilt sich in drei nebeneinander stehende Spitzbögen, inderen mittlerem eine Madonna mit dem Kinde ersichtlich. Die Fensterbögen rechtsund links sind ihrer Glasmalereien beraubt, nur im rechten ist noch ein Bruchstückgemalter Architektur vorhanden. Vergl. auch Fiorillo I, 311, Gessert 70, Lotz, Kunst-topographie Deutschlands, Cassel 1862/63, II. 55. Schaefer S. 47.

3 ) Koch, Series episcopor. Monast. B. II, S. 8 und B. I, S. 65.

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