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2. Theil, Die Geschichte der Glasmalerei Bd. 1 (1898) Die Frühzeit bis zum Jahre 1400
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davon ein Dritttheil mit dem grossinum und Bleiglas, Judaeum nämlich,vermische es, reibe es gut auf dem Marmor, so kannst du damit malen.

Hier haben wir das Schwarzloth in bester Form.

Die folgenden Kapitel bringen Angaben über die Herstellung unddie Eigenschaften verschiedener Farben. Wenn wir auch den im drittenBuch, das erst im 12. oder 13. Jahrhundert verfasst worden ist, nieder-gelegten Vorschriften über das Malen auf Glas weniger Werth bei-legen, so füllen dagegen die im 10. Jahrhundert verfassten Verse deszweiten Buches die grosse Lücke aus, welche in der Geschichte derGlasmalerei bestand; sie beweisen den Gebrauch einbrennbarer Farbenund gestatten die Schlussfolgerung, dass schon vor 1000, also vor derZeit von Tegernsee, mit Schmelzfarben auf Glas gemalt wurde. Sovielüber Heraclius.

Theophilus.

Die zweite, ungleich bedeutendere Handschrift ist das Werk desTheophilus: Diversaruin artium schedula.

Ausgaben des Theophil wurden besorgt ausser durch Hg vonHendrie 1 ), Escalopier") und Bontemps 3 ).

Das älteste unter den bekannten und jedenfalls das wichtigste Manu-skript bewahrt die Herzogliche Bibliothek zu Wolfenbüttel.

Zuerst erwähnt Iienr. Corn. Agrippa den Codex in seiner Schrift ,,De incerti-tudine et vanitate scientiarum (Antwerpen 1530) gegen Ende des Kapitels 96.Nachdem er der Alchymie alles mögliche Nachlheilige vorgeworfen hat, fügt erbegütigend hinzu: ,,Non inficior ex hac arte admodum egregia artificia ortum habere

traxisseque originem.ex ipsa prodiit vitrificaloriae nobilissimum artificium,

de qua Theophilus quidam pulcherrimum librum conscripsit. Auf diese Stelle beziehtsich Conrad Gessner 1545 4 ) als auf einetreffliche Schrift über die Glasmalerkunst,und Josias Simler °), der einen Appendix Bibi. Conr. Gesneri verfasste, fügt 1555hinzu, dass dieses Werk aus drei Büchern bestehe, deren erstes von der Mischungder Farben, das zweite von der Glaskunst, das dritte von der Kunst, in Metall zugiessen handele, und dass sich eine Pergamenthandschrift bei Georg Agricola, eine

Theophili, qui et Rugerus, presbyteri et monachi libri III, de diversis artibus,seu diversarum artium schedula. Opera et Studio R. Hendrie (Translated, withnotes) Londini 1847. In französischer Uebersetzung von Abbe Bourasse im Dict.darch. sacree 1862.

2 ) Theophile, pretre et moine. Essai sur divers arts publik par le comteCharles de 1Escalopier et precede dune introduction par J. Marie Guichard,Paris. Leipzig, Brockhaus & Avenarius 1843.

3 ) Theophili presbyteri et monachi diversarum artium schedula. Liber II,translatore Georgio Bontemps, Paris 1876.

4 ) Biblioth. Universalis, Tiguri 1545. pag. 614.

8 ) Appendix Biblioth. Conradi Gesneri, Tiguri 1555.

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