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2. Theil, Die Geschichte der Glasmalerei Bd. 1 (1898) Die Frühzeit bis zum Jahre 1400
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kennen. Und sicherlich würde ein innigeres Vertrautsein mit den nochzahlreichen Glasmalereien der Frühzeit die beste Bürgschaft dafür bieten,dass nicht gar noch dieFreilichtmalerei in der monumentalen Glas-malerei einen fruchtbaren Boden findet. Nur die überaus bedauerlichegeringe Kenntniss der alten Denkmäler ist für die Verworrenheit derkünstlerisch-ästhetischen Ansichten auf dem Gebiete der Glasmalereiverantwortlich zu machen.

Die Begrenzung der ersten Periode ist eine willkürliche. DasJahr 1400 wurde einzig und allein der bessern Uebersicht halber an-genommen. Die früher beliebte, mit dem Auftreten des Kunstgelb be-gründete Eintheilung ist nicht mehr zutreffend und deshalb unhaltbargeworden; immerhin aber ist nicht zu verkennen, dass das Silbergelberst gegen Ende des 14. Jahrhunderts den Glanz vollendeter Technikaufweist. Eben so irrig ist die viel verbreitete Meinung, als ob nunmit dem Beginn des 15. Jahrhunderts besondere technische Neuerungeneingeführt worden seien. Die künstlerische Entwicklung war eine soallmähliche, dass sich auch damit eine feste, zeitliche Abgrenzung nichtrechtfertigen lässt.

Nicht von allen Seiten fand der Verfasser das wünschenswertheEntgegenkommen. Um so aufrichtiger, um so herzlicher ist seine Dank-barkeit denjenigen Mitarbeitern gegenüber, welche ihm bei dem vieleund langwierige Vorarbeiten beanspruchenden Werke mit Rath undThat zur Seite gestanden haben.

Sein ganz besonderer Dank gebührt Herrn DomkapitularA. Schnütgen zu Köln, welcher dem Verfasser während der ganzenDauer der Arbeit aus dem grossen Schatze seines umfangreichen Wissensund seiner gereiften Erfahrung manch praktischen Wink, manch wissens-werte Anregung und Belehrung gegeben hat.

Linnich, im Januar 1898.

(Rheinland)

Dr. Heinrich Oidfmann.

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