Der Mysticismus.
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Unfähigkeit zu methodischer Arbeit ist. Immerhin verdientes hervorgehoben zu werden, daß zwei so verschiedene Persön-lichkeiten wie Wagner und Whitman, auf verschiedenen Gebietenunter dem Zwange derselben Gründe zu demselben Ziele ge-langten: jener zur „unendlichen Melodie", die keine Melodiemehr ist, dieser zu Versen, die keine Verse mehr sind, beidewegen ihres Unvermögens, ihr grillenhaft flackerndes Denkender Zucht jener Regeln zu unterwerfen, welche in der „end-lichen" Melodie wie im lyrischen Vers mit Maß und Reimherrschen.
In seinen Gedichten also hat Maeterlinck den verrücktenWalt Whitman knechtisch nachgeahmt, seine Thorheiten in derRichtung zum Absurden hin noch übertreibend. Außer denGedichten hat er auch Sachen geschrieben, die man WohlDramen nennen müssen wird, da sie in die Form von Zwie-gesprächen gegossen sind. Am bekanntesten von ihnen ist„I^a, prineesss Ualöiiie"^) geworden.
„Dramatia personas", wie er, treu dem romantisch-mysti-schen Brauche der Praeraphaeliten und Symbolisten das Per-sonen-Verzeichniß überschreibt, sind folgende: Hjalmar, Königeines Theils von Holland; Marcellus, König eines andernTheils von Holland; Prinz Hjalmar, Sohn des Königs Hjalmar;Angus, Freund des Prinzen Hjalmar; der kleine Allan, Sohnder Königin Anna; Stephano, Vanox, Offiziere des Marcellus;Anna, Königin von Jütland; Godelive, Frau des KönigsMarcellus; die Prinzessin Maleine, Tochter des Marcellus; ihreAmme; die Prinzessin Uglyane, Tochter der Königin Anna. Dazukommen alle alten wohlbekannten Gliederpuppen und Hampel-männer aus den verstaubtesten Winkeln der romantischen Rum-pelkammer: ein Narr, drei Arme, zwei alte Bauern, Hofherren,
') Naarios NLsterlinek, prmessss Llaleiae. Oixisins (!)
6äition. Lruxsllss, 1892.