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Der MysticiSmus.
Einzelne Gedichte bestehen blos aus ähnlich klingenden Tönen,die ohne Rücksicht auf Sinn und Bedeutung der Worte aneinander gereiht sind, z. B. eins, das „Langeweile" überschriebenist: „Die trägen Pfauen, die weißen Pfauen sind geflohen, dieweißen Pfauen sind geflohen vor der Langweile des Erwachens;ich sehe die weißen Pfauen, die Pfauen von heute, die währendmeines Schlafes weggegangenen Pfauen, stumpf den Teichohne Sonne erreichen, ich höre die Weißen Pfauen, die Pfauender Langweile, stumpf die Zeiten ohne Sonne erwarten."In der französischen Ur-Fassung findet man die Erklärungfür die Wahl dieser Worte: sie enthalten fast alle den Nasen-laut „sn" oder „an" oder „aon:" „piss xaons nonollalants,Iss xaons planes ont tni, Iss paons pl anes ont tni l'snnniän rsvsil; js vois Iss paons planes. . . attsinärs inäo-Isnts 1'stanA sans solsii" u. s. w. Dies ist ein Falljener Form der Echolalie, die man bei Irrsinnigen nichtselten beobachtet. Ein solcher Kranker sagt z. B.: „Man kanndann ran Mann wann Clan Bann Schwan Hahn", und fährtmit der Ableierung von Gleichklängen fort, bis er entwedermüde wird oder ein vor ihm ausgesprochenes Wort zum Aus-gangspunkte einer neuen Reihe von Reimen nimmt.
Wenn man Maeterlincks Gedichte mit einiger Aufmerk-samkeit liest, so erkennt man bald, daß die wirren Bilder, diein ihnen wie im Traume einander lose folgen, einem sehr be-schränkten Kreise von Vorstellungen entnommen sind, welcheentweder überhaupt oder blos für ihn einen emotionellen In-halt haben. „Befremdlich", „alt", „fern", sind die Beiwörter,die er beständig wiederholt; sie haben mit einander gemein,daß sie Undeutliches, nicht bestimmt Erkennbares, an die Grenzedes Gesichtskreises Entrücktes bezeichnen, also dem mystischenSchattendenken entsprechen. Ein anderes Beiwort, das ihnträumen macht, ist „langsam", „Isnt." Auch auf die franzö-sischen Symbolisten wirkt es so und ist bei ihnen darum sehr