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1 (1892)
Entstehung
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Der Mysticismus.

der Sittlichkeit besteht im Verzicht auf die Geschlechtlichkeit undin der Selbstverwandlung in ein doppelgeschlechtliches Zwitter-wesen (Androgyne" undGynander"); der höhere Menschkann seinen Leib nach Belieben verlassen und wieder annehmen,alsAstralwesen" im Raume umherschweben und die ganzeübernatürliche Gewalt der Geisterwelt, der guten wie der bösen,seinem Willen dienstbar machen.

In jedem Romane kommt denn auch ein Held vor,der an sich die Merkmale beider Geschlechter vereinigt unddie gewöhnlichen geschlechtlichen Triebe mit Abscheu bekämpft,der Wagner'sche Musik spielt oder genießt, irgend einen Auf-tritt aus dem Wagner'schen Theater selbst erlebt und darstelltund Geister beschwört oder ihre Angriffe abzuwehren hat.

Wenn man den Ursprüngen all dieser delirirenden Vor-stellungen nachgehen will, so wird man unschwer erkennen,wie sie entstanden sind. Beim Lesen der Bibel stieß Peladaneines Tages auf den Namen des babylonischen Königs MerodakBeladan. Die Klangähnlichkeit zwischenBeladan" undPe-ladan" gab seiner Einbildungskraft den Anstoß, zwischen ihmselbst und dem biblischen Babylonierkönig Beziehungen herzu-stellen, und als er erst an solche dachte, fand er in seinerGesichtsbildung, in seiner Haarfarbe und seinem BartwuchsAehnlichkeiten mit den assyrischen Königsköpfen auf den Ala-baster-Platten vom Niniveh-Palaste. So konnte er leicht aufden Einfall kommen, er sei möglicherweise ein NachkommeBeladans oder anderer assyrischer Könige, oder es wäre dochmerkwürdig, wenn er es wäre, er arbeitete den Gedanken weiteraus und legte sich eines Tages entschlossen den TitelSar"bei. War er erst ein Abkömmling babylonischer Könige, sokonnte er auch der Erbe der Magier-Weisheit sein. Er be-gann also die magische Geheimlehre zu verkünden. In dieseTräumereien spielten dann die Eindrücke hinein, die er aufeiner Pilgerfahrt nach Bayreuth vonTristan" und namentlich