344
Der Mysticismus.
rose u. s. w.) geschmückten doppelten Titelblatte steht zunächsteine lange Widmung an „den Grafen Anton von Larochefou-cauld, Großprior des Tempels, Archont des Rosen ff Kreuzes."Dann kommt ein lateinisches „Gebet des heiligen Thomas vonAquino, sehr geeignet, den Leser vor den möglichen Jrrthümerndieses Buches zu warnen," hierauf ein „Msnotigus" (Elenktik,Gegen-Beweisführung), das eine Art katholischen Glaubens-bekenntnisses enthält, sodann eine im Stil der chaldäischenGebete gehaltene „Anrufung der Ahnen," endlich eine langeAnsprache „an den zeitgenössischen jungen Mann," worauf erstdas eigentliche Buch beginnt.
An der Spitze eines jeden Kapitels stehen neun geheimniß-volle Formeln. Hier zwei Beispiele: „I. Der Neophyt. GöttlicherName: Jud." (Der hebräische Buchstabe, der diesen Namenträgt.) „Sakrament: Taufe. Tugend: Glaube. Gabe: Gottes-furcht. Seligkeit: Armuth im Geiste. Werk: Lehren. Engel:Michael. Arcanum: Einheit. Planet: Samas." „II. DieGesellschaft. Göttlicher Name: Iah El" (in hebräischen Let-tern, die Peladan offenbar nicht lesen kann, da er sieumschreibt.) „Sakrament: Einsegnung. Tugend: Hoffnung.Gabe: Mitleid. Seligkeit: Sanstmuth. Werk: Rathen. Engel:Gabriel. Arcanum: Zweiheit. Planet: Sin."
Von dem sonstigen Inhalte des gewaltigen Bandes glaubeich keine Proben geben zu müssen. Er entspricht ganz diesenKapitel-Ueberschriften.
Seine Romane oder „Ethopöen," deren er bisher neunveröffentlicht, doch vierzehn angekündigt hat, sind in Gruppenvon sieben, der mystischen Zahl, geordnet. Peladan hat selbstein „solising. äs Oonooräanss"^) angefertigt, das den An-
') ckosdpbm kelaäau, ills äsoaäsuos latius. Xtboxss. IX. 0^-uauäre. Oouvsrturs äs 8sou, sau-torts äs vssboutias. Paris, 1891.
S. XVII.