Der Mysticismus.
337
senschaftlichen Fachausdrücken die Geheimlehre von den Wunderndes Außerirdischen. Eine Zweimonatschrift, „^.unnlss äss soisu-668 bezeichnet sich als „Sammlung von Beobach-
tungen und Versuchen." Neben diesen beiden wichtigsten Zeitschriftenbesteht noch eine ganze Reihe anderer von gleicher Richtung undalle sind stark verbreitet. Streng fachliche Werke über Hypnotis-mus und Suggestion erleben Auflage um Auflage und es istfür unbeschäftigte Aerzte, denen an der Meinung ihrer Be-rufsgenossen nicht viel liegt, eine fruchtbare Spekulation ge-worden, angebliche Hand- und Lehrbücher über diesen Gegen-stand zusammenzukleistern, die zwar wissenschaftlich vollkommenwerthlos sind, aber von den Laien wie warme Semmeln ge-kauft werden. Romane haben in Frankreich, von seltenen Aus-nahmen abgesehen, keinen Absatz mehr, Werke über dunkle Er-scheinungen des Nervenlebens aber gehen glänzend, so daß klugeVerleger ihren entmuthigten Schriftstellern den Rath geben:„Lassen Sie einstweilen die Romane und schreiben Sie überMagnetismus."
Einige der in den letzten Jahren in Frankreich erschienenenBücher über Zauberei knüpfen unmittelbar an die Erscheinun-gen des Hypnotismus und der Suggestion an, z. B. A. deRochas' „1^68 stg-iZ prokouäs äs l'kl^pnoss" und C. A. deBodisco's „Nrnits äs lurnisrs", „physische Untersuchungen,den Ungläubigen und Selbstsüchtigen gewidmet." Dies hatmanchen Beobachter auf den Gedanken gebracht, daß die Ar-beiten und Entdeckungen der Charcot'schen Schule überhaupt denAnstoß zu dieser ganzen Bewegung gegeben haben. Der Hypno-tismus, sagen die Vertreter dieser Ansicht, hat so merkwürdigeThatsachen ans Licht gezogen, daß man nicht länger an derRichtigkeit gewisser Ueberlieferungen, volksthümlicher Ueberzeu-gungen und alter Berichte zweifeln darf, die man bisher fürErfindungen des Aberglaubens zu halten gewohnt war; Be-sessenheit, Verhexung, doppeltes Gesicht, Heilung durch Hän-
Nord au, Entartung. ^ , 22