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1 (1892)
Entstehung
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Der Mysticismus.

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unzweifelhaft ein solcher geworden. Seine innere Anschauunghätte ihm den Pinsel in die Hand gedrückt und ihn zu ihrerVersinnlichung durch Farbe auf Leinwand genöthigt. Lionardohatte dieselbe Begabung. Sie machte ihn zum größten Maler,den die Welt bisher gekannt hat, und zugleich zum unerreichtenErsinner und Ordner von Festen, Aufzügen, Triumphen undallegorischen Schauspielen, der als solcher fast mehr noch dennals Maler die Bewunderung seiner fürstlichen Gönner, desLudovico Moro, der Jsabella von Aragon, des Cäsar Bor-gia, Karls VIII., Ludwigs XII., Franz des Ersten errang.Wagner aber, wie dies bei allen Entarteten beobachtet wird,sah nicht klar in seinem eigenen Wesen. Er verstand seinennatürlichen Drang nicht. Vielleicht scheute er auch im Gefühleiner tiefen organischen Schwäche die schwere Arbeit des Zeich-nens und Malens und sein Trieb machte sich, dem Gesetzedes geringsten Kraftaufwandes entsprechend, nach dem Thea-ter hin Luft, wo seine inneren Gesichte von Anderen, den De-korations-Malern, den Maschinisten, den Darstellern verkör-pert wurden, ohne daß er sich anzustrengen brauchte. SeineBilder haben unzweifelhaft einen sehr großen Antheil an derWirkung seiner Stücke. Man bewundert sie, ohne danach zufragen, ob ihr Erscheinen durch den vernünftigen Gang desDramas begründet ist. Sie mögen als Theile einer Hand-lung noch so unsinnig sein, sie rechtfertigen sich künstlerischdurch ihre eigene Schönheit, die sie zu selbstständigen ästhe-tischen Erscheinungen macht. In der ungeheuer» Vergröße-rung durch die Mittel der Bühne werden die malerischen Reizeauch dem Auge der gröbsten Philister wahrnehmbar, derenSinn sonst für sie verschlossen ist.

Vom Musiker Wagner, der scheinbar von größerer Be-deutung ist als der Schriftsteller, Bühnendichter und Fresken-maler, spreche ich zuletzt, weil diese Arbeit ja den Nachweisder Entartung Wagners führen soll, diese aber an den Schrif-