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1 (1892)
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301
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Der Mysticismns.

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der ganze Kampf zwischen den genußgierigen niederen Triebenund der höheren enthaltungsfrohen Sittlichkeit, kurz gerade das,Was das Werk zu einer der stolzesten Dichtungen der Mensch-heit macht Wenn man dagegen den Wagnerschen Ahnen-Marionetten ihre Harnische und Brokate abstreift, so bleibtnichts oder höchstens Luft- und Modergeruch. Hundertmal habenAnempfinder die Versuchung gespürt, denFaust" ins Modernezu übersetzen. Das Unternehmen ist des Gelingens so sicher,daß es überflüssig ist Faust im Fracke wäre nichts anderesals der leibhaftige, unveränderte Faust Goethes selbst. Mandenke sich aber einmal Lohengrin, Siegmund, Tristan, Parsi-fal als Zeitgenossen! Nicht einmal parodistisch wären sie zugebrauchen, trotz der Tannhäuser-Nachspottung des altenNestroy.

Wagner schwadronirte vom Kunstwerke der Zukunft,undseine Anhänger jauchzten ihm als dem Künstler der Zukunft zu.Er der Künstler der Zukunft! Er ist ein meckernder Widerhallder fernsten Vergangenheit. Sein Weg führt in Wüsteneienzurück, die längst alles Leben verlassen hat. Wagner ist derletzte Pilzling auf dem Dünger der Romantik. DieserModer-ne" ist der heruntergekommene Erbe eines Tieck, eines LaMotte Fouqus, ja, traurig zu sagen, eines Johann FriedrichKind. Seine geistige Heimat ist die Dresdener Abendzeitung.Er bezieht seinen Lebensunterhalt aus dem Vermächtniß dermittelalterlichen Dichtungen und verhungert, wenn der Wechselaus dem dreizehnten Jahrhundert ausbleibt.

Blos die Stoffe der Wagnerschen Dichtungen können denAnspruch auf ernste Betrachtung erheben. Ihre Form istunter aller Kritik. Die Lächerlichkeit seiner Ausdrucksweise,seine Plattheit, die Unbeholfenheit seiner Verse, sein vollständigesUnvermögen, seine Empfindungen und Gedanken in einigermaßenzureichende Worte zu kleiden, sind so oft hervorgehoben undbis ins Einzelne nachgewiesen worden, daß ich es mir ersparen